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Kompromiss am Alten Strom

Rostock-Warnemünde (HRPS) • Die sonnigen Tage und lauen Abende lockten wieder viele Rostockerinnen, Rostocker und Gäste nach Warnemünde. Nicht nur der Strand, sondern auch der Alte Strom ist wegen des besonderen maritimen Flairs und seiner Einkaufs- und Bummelmeile ein beliebter Ort, denn hier laden Cafés und Gaststätten zum Verweilen ein und bieten zugleich einen herrlichen Blick auf das Wasser und vorbeifahrende Schiffe. Die Bewohnerinnen und Bewohner am Alten Strom leben mittendrin in all dem Trubel zwischen Geschäften, Gaststätten und Bars. Für sie hat der Sommer auch seine Schattenseiten: Während die Gäste den Abend im Freien genießen, fühlen sich die dort Wohnenden vom regelmäßigen nächtlichen Lärm beeinträchtigt. Sie trugen ihr Anliegen daher an den Ortsbeirat Warnemünde, der sich Ende des vergangenen Jahres der Sache annahm. Die Idee der Stadtverwaltung, eine freiwillige Vereinbarung zwischen Vertretern der Gastronomie und Anwohnern auszuhandeln, wurde aufgegriffen. Die Beteiligten kamen mehrmals zusammen, diskutierten und zeigten schließlich Spielräume für einen Kompromissvorschlag auf, der von den meisten auch mitgetragen werden konnte.

Unter der Moderation des Senators für Finanzen, Verwaltung und Ordnung Dr. Chris Müller trafen die Anwohnerinnen und Anwohner mit Gastronomen am 24. März 2017 schließlich eine freiwillige Vereinbarung, welche einerseits die Nachtruhe gewährleisten und anderseits eine sichere Grundlage für die Außengastronomie darstellen soll. Die Vereinbarung beinhaltet insbesondere die Anpassung von Betriebszeiten. So soll die außengastronomische Versorgung freitags und samstags bis maximal 23.30 Uhr und sonntags bis donnerstags bis spätestens 22.30 Uhr betrieben werden. Die Gastwirte verpflichteten sich zudem, ihre Gäste zu rücksichtsvollem Verhalten anzuhalten. In Ausnahmefällen, z. B. bei besonderen Musikveranstaltungen, soll eine direkte Verständigung erfolgen. Die Stadtverwaltung hat darüber hinaus ein Beschwerdemanagement eingerichtet und für die Anwohnerinnen und Anwohner eine spezielle E-Mail-Adresse eingerichtet, die ihnen im Problemfall zur Verfügung steht. "Ob damit ein gutes Miteinander erreicht werden kann, hängt nun ganz von den Beteiligten ab. Ende Juni ist ein weiteres Treffen von Anwohnern, Gaststättenbetreibern, Ortsbeirat und Vertretern der Stadtverwaltung geplant, um eine erste Zwischenbilanz dieser Vereinbarung zu ziehen", so Senator Dr. Chris Müller.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Stadtentwicklung | So., 18.01.1970 - 09:04 Uhr | Seitenaufrufe: 114
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