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Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Do., 10:02 Uhr

Lebensqualität aus Bürgersicht

Befragung in deutschen Städten 2009

Rostock (hrps) • Seit 2009 arbeitet die Hansestadt Rostock an dem europäischen Städtevergleich „Urban Audit" unter der Koordination von EUROSTAT mit. Es werden für Städtevergleiche jährlich statistische Informationen auf gesamtstädtischer Ebene erhoben, die die Lebensqualität in über 600 europäischen Städten beschreiben. Zusätzlich dazu führt man Meinungsumfragen in ausgewählten Städten durch. Im November 2009 wurde in diesem Rahmen eine Umfrage durchgeführt, um die Wahrnehmung der Lebensqualität durch die Einwohnerinnen und Einwohner in 75 europäischen Städten, darunter sechs deutschen Städten, zu messen. In jeder Stadt wurden 500 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen ab einem Alter von 15 Jahren aus allen Teilen der Bevölkerung befragt. Eine identische Befragung der „Arbeitsgemeinschaft koordinierte Umfragen zur Lebensqualität“ wurde in 20 deutschen Städten zeitgleich im Auftrag der Städtegemeinschaft durchgeführt.

Bei der Umfrage wurden insgesamt 29 Fragen zu Themen wie Beschäftigung, Umwelt, Wohnungssituation, Verkehr, Kultur, städtische Dienste und Einwanderung behandelt. Die  Ergebnisse der Befragung aus den 26 teilnehmenden deutschen Städten liegen jetzt vor und werden in einer Broschüre dargestellt und dokumentiert.


Die Einwohnerinnen und Einwohner der Hansestadt Rostock sind mehrheitlich zufrieden mit der Infrastruktur von Rostock. Mit 87 Prozent belegt Rostock den Spitzenplatz im Vergleich der Städte bei der Zufriedenheit mit der Schönheit von Straßen und Gebäuden in Rostock.
Lediglich bei kulturellen Einrichtungen wie Theater, Museen oder Büchereien rangiert Rostock auf dem drittletzten Platz. Hier stehen Großstädte wie München, Berlin, Leipzig auf den vorderen Plätzen, die aufgrund ihrer Größe über ein wesentlich breiteres Kulturangebot verfügen.
Die Befragten sollten die drei wichtigsten Themen für ihre Stadt angeben. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Senkung der Arbeitslosigkeit bei den Rostockerinnen und Rostockern an erster Stelle stehen, gefolgt von den Themen Bildung und Ausbildung sowie Gesundheitswesen.
Die Umweltqualität der Hansestadt Rostock wird von den an der Befragung teilgenommenen Einwohnerinnen und Einwohnern sehr positiv bewertet, da Probleme wie Luftverschmutzung und Lärmbelästigung kaum vorhanden sind. 77 Prozent finden, dass Rostock eine saubere Stadt ist. Fast alle (97 %) sehen Rostock als eine gesunde Stadt zum Leben an.
Im Fragebogen waren auch Fragen enthalten, die sich mit dem sozialen Klima in den Städten befassen. Bei der Integration von Ausländern liegt Rostock im Vergleich der deutschen Städte im Mittelfeld. Über die Hälfte der Rostockerinnen und Rostocker haben sich zustimmend zu dieser Aussage geäußert. Armut wird von einer Stadt zur anderen unterschiedlich wahrgenommen. Für 65 % der Befragten aus der Hansestadt Rostock ist Armut sehr wohl ein Problem.
Ein ausgewogenes Mietniveau findet man in den Städten Zwickau und Leipzig. Sie sind die Spitzenreiter in Bezug auf die Möglichkeit, leicht eine gute und preiswerte Wohnung in der Stadt zu finden. Andererseits sind vor allem in München und Konstanz die Möglichkeiten eine preiswerte Wohnung zu finden, ausgesprochen minimal. Die Rostocker Befragten platzierten ihre Stadt bei dieser Aussage im Mittelfeld.
Nur in den Städten München, Frankfurt und Stuttgart stimmten etwa die Hälfte der Befragten der Aussage zu, dass es in ihrer Stadt leicht sei, eine gute Arbeit zu finden. Die geringsten Chancen auf einen guten Arbeitsplatz hat man nach Aussage der Befragten in Zwickau, Rostock und Fürth.
Die Hansestadt Rostock hat nicht nur eine gute Infrastruktur laut Aussage der Befragten, sie ist auch bezüglich der Sicherheit attraktiv. Die Vertrauenswürdigkeit der Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt ist laut Umfrage sehr hoch. Rostock führt die Städte in Sachen Vertrauenswürdigkeit der Menschen in der Stadt mit insgesamt 88 Prozent an, gefolgt von Konstanz und Leipzig. Auch in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft fühlen sich die Rostockerinnen und Rostocker sicher.
Die Rostockerinnen und Rostocker nutzen für den Weg vom Wohnort zum Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz am häufigsten das Auto oder Motorrad. Erfreulich ist, dass der größte Teil der Berufstätigen, den Arbeitsweg in kürzester Zeit zurücklegt. Großstädte wie München, Frankfurt und Berlin lagen im Ranking ganz oben, bei der Häufigkeit der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Diese und viele detaillierte Informationen enthält die neu erschienene Broschüre „Lebensqualität aus Bürgersicht - Befragung in deutschen Städten 2009“, die ab sofort allen Interessenten zur Verfügung gestellt wird. Sie kann beim Hauptverwaltungsamt in der Kommunalen Statistikstelle:

Tel. 0381 381-1190
Tel. 0381 381-1910
E-Mail: statistik@rostock.de

Direktbezug:  
Hansestadt Rostock
Hauptverwaltungsamt
Kommunale Statistikstelle
St.-Georg-Straße 109 / Haus I, Zimmer 3.06

bezogen werden.

Die Broschüre zur Auswertung der EU Befragung finden Sie unter: ec.europa.eu


Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Stadtentwicklung | Fr., 16.01.1970 - 00:49 Uhr | Seitenaufrufe: 590
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