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Sellering: Versorgungssysteme auf demografischen Wandel einstellen

Rostock/Greifswald (skmv) • Ministerpräsident Erwin Sellering hat gestern auf der 20. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie e.V. in Greifswald und auf der Fachtagung der Techniker Krankenkasse "Qualitätssicherung in Managed Care Systemen" in Rostock dazu aufgefordert, die Gesundheitsversorgung auf den demografischen Wandel auszurichten.

"Der demografische Wandel ist eine der wichtigsten Herausforderungen, vor der das Land steht. Die Einwohnerzahl wird in den nächsten Jahren weiter zurückgehen und zugleich die Zahl der Senioren steigen. Darauf müssen wir uns einstellen. Dabei ist die Geriatrie ein wichtiger Bestandteil eines Gesamtkonzeptes für die medizinische Versorgung einer älter werdenden Gesellschaft. Sie eröffnet den Blick für besondere Bedingungen, unter denen Kranksein im Alter steht. Es geht um altersgerechte Prävention, Behandlung und Rehabilitation", sagte Sellering.

Der Ministerpräsident rief dazu auf, für ein positiveres Bild des Alters zu werben. "Alter ist nicht gleich Krankheit. Ältere bereichern unsere Gesellschaft. Ziel ist es, dass sie möglichst lange selbstbestimmt an unserem Gemeinwesen teilhaben können."

In Rostock warb der Ministerpräsident für eine enge Kooperation in der medizinischen Versorgung. "Wir sollten uns bei der Gesundheitsversorgung von dem Gedanken leiten lassen, der uns in der Gesundheitswirtschaft so erfolgreich gemacht hat: Alle relevanten Akteure an einen Tisch versammeln und gemeinsam zu tragfähigen Lösungen beitragen." Dabei müsse nicht alles neu erfunden werden.

Der Ministerpräsident verwies auf erfolgreiche Projekte wie z.B. Gesundheitsschwester AGnES und das Projekt "zentrale Gesundheitshäuser für den ländlichen Raum". Kern dieses Projektes ist die enge Zusammenarbeit von Hausärzten mit Fachärzten und Krankenhäusern der Region. Dabei werden Telemedizin und elektronische Krankenakten intensiv genutzt.

"Insgesamt geht es darum, medizinische Angebote noch stärker zusammenzuführen und zu vernetzen. Es geht um den Aufbau integrierter Versorgungssysteme, bei denen verschiedene Akteure zusammenarbeiten, um den Patienten eine bestmögliche Versorgung zu bieten. Ich freue mich, dass die Krankenkassen im Land gemeinsam mit ihren Partnern immer stärker die Möglichkeiten nutzen, die ihnen für den Aufbau einer solchen integrierten Versorgung zur Verfügung stehen", betonte der Ministerpräsident.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit | Do., 15.01.1970 - 23:31 Uhr | Seitenaufrufe: 536
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