Küstenschutz muss klimatische und wirtschaftliche Veränderungen berücksichtigen / News / Seestadt Rostock
Besuche HRO-News.de auf facebook
 

Wetter

News

Top 7 - Meist gelesene News
Rostock-Warnemünde (BPHR) - Am Mittwochmorgen, den 15. April 2026 vollstreckten Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Rostock am Warnemünder Cruise Center auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAmar einen Untersuchungshaftbefehl. Das Amtsgericht Schweinfurt erließ diesen gegen einen 46-jährigen Deutschen wegen des dringenden Tatverdachts der...
Quelle: HRO-News.de | Mi., 13:35 Uhr
Rostock/Umland (PIHR) - Am Mittwochvormittag haben Polizeibeamte in Sievershagen zwei Minderjährige auf einem gestohlenen Kleinkraftrad angehalten. Gegen 10:40 Uhr fiel den Beamten in der Ostsee-Park-Straße eine mit zwei Personen besetzte Vespa auf, da keiner der beiden einen Schutzhelm trug. Bei der anschließenden Verkehrskontrolle...
Quelle: HRO-News.de | Do., 14:02 Uhr
Wochenende an der Ostsee: Das ist los in Rostock, Warnemünde, Kühlungsborn - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Wer in und um Rostock etwas unternehmen möchte, kann am 17., 18. und 19. April 2026 viel erleben. Die OSTSEE-ZEITUNG gibt Tipps, welche Veranstaltungen sich für Urlauber und Küstenkinder am Freitag, Sonnabend und Sonntag lohnen.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Do., 08:07 Uhr
Camping für Hansa-Rostock-Fans am Plauer See: Das bietet die „Knutschkugel“ - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Herbert Worch betreibt am Plauer See einen Campingplatz. Der 53-jährige Fußball-Fan will mit einem Anhänger bei Anhängern des FC Hansa Rostock punkten. Er hat einen Camper für Fans des Koggenklubs gestaltet. Wie es dazu kam und was er mit dem Camper plant.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Do., 09:08 Uhr
Hansa Rostock: Alle News zum Drittligisten aus MV (16.04.2026) - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Hansa Rostock – der Traditionsklub aus MV kickt jetzt in der dritten Liga. Hier finden Sie jeden Tag alle News zum FCH: von Transfergerüchten bis zu den Infos über Spieler und Verein.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Do., 09:38 Uhr
Ruhe am Strand – Kein Public Viewing zur Fußball-WM 2026 in Warnemünde - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Zur Fußball-WM 2026 wird es in Warnemünde kein Public Viewing am Ostseestrand geben. Große Leinwände, Fanmeilen und die besondere Stimmung wie bei der EM 2024 entfallen. Das sagen die Veranstalter.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Fr., 05:08 Uhr
Ostsee-Hochwasser? Aktuelle Pegelstände in Rostock, Wismar, Rügen, Greifswald am 18.04.2026 - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Wie hoch ist der aktuelle Pegel der Ostsee an den Küsten von Mecklenburg-Vorpommern? Wir berichten mit Live-Daten.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Sa., 04:22 Uhr

Küstenschutz muss klimatische und wirtschaftliche Veränderungen berücksichtigen

Rostock (mluv) • "Küstenschutz ist und bleibt eine Daueraufgabe. Die Planung und Ausführung von Sturmflut- und Küstenschutzsystemen ist darauf ausgerichtet, dass sie eine Betriebszeit von 70 bis 100 Jahren aufweisen. Eine zukunftsweisende Küstenschutzstrategie erfordert somit umfangreiche wissenschaftliche Grundlagenarbeit unter Berücksichtigung klimabedingter und wirtschaftlicher Veränderungen als Basis für einen nachhaltig orientierten Küstenschutz im Land. Noch sind nicht alle gefährdeten Ortschaften an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zuverlässig gesichert und der Erhalt des erreichten Sicherheitsniveaus wird ausgehend von den prognostizierten Folgen des Klimawandels zunehmende Anstrengungen erfordern. Ich bin deshalb froh, dass der Bund auf Bitten der Küstenbundesländer einen Sonderrahmenplan Küstenschutz aufgelegt hat. Damit stehen den Küstenländern bis 2025 zusätzliche Mittel innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" in Höhe von 543 Mio. Euro zur Verfügung. Für den Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern werden aus dem Sonderrahmenplan etwa vier Mio. Euro pro Jahr bereitgestellt. Zusammen mit diesen Mitteln stehen jährlich insgesamt 18,5 Mio. Euro für Küstenschutzmaßnahmen im Land zur Verfügung." Dies sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Rostock vor den Teilnehmern des "10. Hanse Sail Business Forum 2010".

Das Land Mecklenburg-Vorpommern werde auch künftig seiner Verantwortung für den Küstenschutz gerecht werden. Um den Klimaveränderungen und ihren Auswirkungen zu begegnen, seien Strategien zur Anpassung zu entwickeln, die wissenschaftlich begleitet werden müssen. Als ein Beispiel nannte der Minister das Forschungsvorhaben RADOST (Regionale Anpassungsstrategien für die Deutsche Ostseeküste), das unter Einbeziehung und Mitarbeit betroffener Wirtschaftsbereiche und -standorte wie dem Tourismus, der maritimen Wirtschaft und der Häfen, zukunftsweisende Strategien zur Anpassung entwickelt und kommuniziert.

Minister Backhaus: "Seit 1990 wurden in den Küstenschutz von Mecklenburg-Vorpommern 280 Mio. Euro investiert. Davon sind allein 45 % für den Ausgleich von Sandverlusten an den Stränden und Dünen aufgewendet worden. In den vergangenen 20 Jahren wurden an der Küste unseres Landes ungefähr 15 Mio. Kubikmeter Sand aufgespült, um das Sedimentdefizit auszugleichen. Auf einer Länge von über hundert Kilometern werden an den Flachküsten der Ostsee die Siedlungsräume der dort lebenden Menschen durch Dünen geschützt, deren Erhalt durch regelmäßige Strandaufspülungen und Dünenverstärkung gewährleistet wird. Ein breiter und hoher Strand führt zur starken Seegangsdämpfung und erfreut die Touristen. Eine hohe und breite Düne ermöglicht die intensive Nutzung der dahinter liegenden Bereiche."

Keineswegs vernachlässigt werde der städtische Küstenschutz. So wurden z. B. in der Hansestadt Rostock mehr als 16 Mio. Euro in die Errichtung und den Ausbau von Küsten- und Hochwasserschutzanlagen investiert. Bis zum vollständigen Ausbau des Systems werde sich die Summe verdoppeln. Dies bedeute, dass mit jedem in der Hansestadt für den Küstenschutz eingesetzten Euro das Sechsfache an Werten geschützt werden kann.

Von Warnemünde bis Markgrafenheide sei das Schutzsystem an der Außenküste bereits komplett und bestehe sowohl aus Dünen und Geotextilbauwerken als auch aus Ufermauern und Deichen.

Mit dem Bau des Sperrwerks in Greifswald, das den Ryck im Sturmflutfall absperrt, werde noch in diesem Jahr begonnen.

Minister Backhaus verwies darauf, dass sich von den insgesamt 1.945 km Küstenlänge in Mecklenburg-Vorpommern immerhin 1.568 km an den inneren Küstengewässern befinden. Von diesen sind etwa 1.060 km potenziell überflutungsgefährdet und werden größtenteils durch Deiche geschützt.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Stadtentwicklung | Do., 15.01.1970 - 20:50 Uhr | Seitenaufrufe: 689
« zurück zur News-Übersicht
Sie möchten auch Ihre Pressemitteilungen hier veröffentlichen? Dann senden Sie diese bitte an presse «at» hro-news.de.
Wir behalten uns das Recht vor, bestimmte Mitteilungen ohne Angaben von Gründen nicht zu veröffentlichen.
www.seestadt-rostock.de - Copyright 2026