
Senator Steffen Bockhahn bei der Übergabe der NORDMINKT-Technikkoffer an das Erasmus-Gamnasium. (2025) | Foto: Presse- und Informationsstelle/Hansestadt Rostock
Darf´s ein bisschen mehr sein?
Rostocks Schulen bekommen zweiten von vier Technik-Koffern
Rostock • Ein neues Schuljahr hat begonnen. Für die Nordlicht-Schule in Lichtenhagen ist das nicht nur mit viel Aufregung und Organisation verbunden, sondern auch mit Zuwachs bei der Schulausstattung. Am Montag, 14. September 2026, übergibt der Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule, und Sport, Steffen Bockhahn, einen weiteren Experimentierkoffer zur Verbesserung der MINT-Bildung und Schulausstattung in der Hanse-und Universitätsstadt Rostock.
Beschafft werden die Koffer bis 2027 im Rahmen des Projektes NORDMINKT, das vom Bundesfamilienministerium (BMBFSFJ) finanziert wird. Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schülern einen niedrigschwelligen, spielerischen und kreativen Zugang zu naturwissenschaftlichen und technischen Bildungsangeboten zu bieten, die im Rahmen von außerschulischen Projekten umgesetzt werden.
Dafür bildet die Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit der Universität Rostock, dem Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) der Universitätsmedizin Rostock, dem JSB MV e.V, dem Makerport Stralsund und der Medienwerkstatt Identity Film e.V. ein Cluster. Für Rostock als Schulträgerin steht dabei im Vordergrund, die Schulausstattung so zu verbessern, dass Schülerinnen und Schüler sich dem Thema Technik als auch dem Verständnis der Natur auch nach dem Unterricht von vielen Seiten aus nähern können: über klassische naturwissenschaftliche Experimente bis zu Coding- und Robotikprojekten.
Die Anschaffung der Koffer wird zu einhundert Prozent vom BMBFSFJ gefördert. Für Schulsenator Steffen Bockhahn ein wichtiges Signal in Zeiten desolater Kommunalfinanzen: „Mit der Nordlicht-Schule können wir wieder eine Schule in einem sozial benachteiligten Quartier ausstatten. Wir haben so auch die Möglichkeit eröffnet, dass potentiell alle öffentlichen Schulen vom Projekt profitieren, da die Experimentiersets grundsätzlich unter den Schulen ausleihbar sein sollen. Ohne das NORDMINKT-Projekt hätten wir uns diese zusätzliche Anschaffung nicht leisten können. Gerade weil wir im Bereich der naturwissenschaftlichen Fächer weiter großen Nachholbedarf haben, ist es eine Förderung an der richtigen Stelle. So können wir Schülerinnen und Schüler durch spannende Experimente an Wissenschaft heranführen und mit dem Projekt gezielt wissenschaftlichen und handwerklichen Nachwuchs gewinnen,“ so Steffen Bockhahn.
Damit dabei auch das in den Koffern landet, das sowohl pädagogisch als auch wissenschaftlich Sinn ergibt, haben die Schulen als Kooperationspartnerinnen ein Mitspracherecht. Unterstützt werden sie dabei von der Expertise aus dem IBMT: „Die Interaktion mit Schülerinnen und Schülern zeigt uns, dass die Biomedizintechnik als MINT-Querschnittsthema an der Schnittstelle zwischen Medizin, Naturwissenschaften und Technik sehr motivierend ist und kaum jemanden unberührt lässt. Das ,K‘ in NORDMINKT steht für die Erweiterung von MINT um die Kunst. Mit diesem inspirierenden Ansatz schaffen wir kreative und handwerkliche Zugänge zur Wissenschaft in den Schulen,“ erklärt Prof. Dr. Niels Grabow, Direktor des Instituts, abschließend.
Ulrich Kunze
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Bildung | 14:25 Uhr | Seitenaufrufe: 2