
Die Telefonkette wurde auf der Informationsveranstaltung beraten. | Foto: Anne Ewald/Hansestadt Rostock
Seniorenbeirat sucht ehrenamtliche/-n Telefonketten-Koordinator/-in
Rostock • Anlässlich der diesjährigen bundesweiten „Woche gegen die Einsamkeit“ Ende Juni hatte der Seniorenbeirat Rostock Akteure aus den Stadtteilen eingeladen, um das Projekt „Rostocker Telefonkette“ mit einer Informationsveranstaltung vorzustellen. Auch in Rostock leben viele Seniorinnen und Senioren allein, Ehepartnerinnen oder -partner sind verstorben, Kinder wohnen weit entfernt und auch der Freundeskreis wird leider immer kleiner. Bei vielen stellt sich ein zunehmendes Gefühl von Einsamkeit einerseits, aber auch von Unsicherheit andererseits ein, was nicht selten auch mit einem zunehmenden Rückzug verbunden ist.
Seit nunmehr fast drei Jahren funktionieren in Rostock schon einige Telefonketten, die sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern großer Beliebtheit erfreuen. Man ist inzwischen längst miteinander vertraut und führt zuweilen lange Gespräche außerhalb der fest vereinbarten Zeiten. Soweit es die Möglichkeiten zulassen, trifft man sich gelegentlich im kleinen Kreis oder mit der gesamten Gruppe, tauscht sich aus, berät sich auch miteinander und freut sich sowohl auf das nächste geplante oder spontane Telefonat, als auch auf eine nächste gemeinsame Aktivität.
In einer Stadt mit über 60.000 Einwohnerinnen und Einwohnern jenseits des 60. Lebensjahres möchte der Seniorenbeirat Rostock nunmehr gern weiteren älteren Personen die Möglichkeit geben, sich an einer Telefonkette zu beteiligen, denn die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das eine gute Möglichkeit ist, um der Einsamkeit etwas entgegenzusetzen, das Leben zu bereichern und bei den Beteiligten wieder mehr Lebensfreude zu erzeugen. Wie die „Rostocker Telefonkette“ konkret funktioniert, wie das Projekt erweitert werden kann und welcher Anforderungen es dabei bedarf – genau das wurde auf der gut besuchten Informationsveranstaltung erörtert.
Nun wünscht sich der Seniorenbeirat Rostock, dass sich in den Stadtteilen Personen finden, die gern aktiv werden möchten – als jemand, die/der eine Telefonkette regelmäßig mit eher geringem Zeitaufwand betreut und Teil des Netzwerkes „Rostocker Telefonkette“ wird. In der Folge ist es das Ziel, weitere Seniorinnen und Senioren einladen zu können, sich an einer Telefonkette zu beteiligen und so von deren Vorteilen profitieren zu können.
Für weitere Informationen können sich Interessenten an den Seniorenbeirat der Hanse- und Universitätsstadt Rostock oder direkt an die Projektleitung der „Rostocker Telefonkette“ per E-Mail (telefonkette.rostock@posteo.de) wenden.
Patricia Fleischer
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Mi., 29.07.2026 08:43 Uhr | Seitenaufrufe: 1