
Baustelle | Foto: Presse- und Informationsstelle/Hansestadt Rostock
Baustellenkalender 2026
Rostock • Insgesamt rund 500 Bauvorhaben sind im Jahr 2026 in Rostock geplant oder bereits im Gange und werden Auswirkungen auf die Mobilität in der Stadt haben. Dazu zählen Bauarbeiten an Straßen, Brücken und Leitungen ebenso wie Projekte des öffentlichen Nahverkehrs und der städtischen Infrastruktur. Der Baustellenkalender bietet einen kompakten Überblick über die wichtigsten Vorhaben der verschiedenen Baulastträger und zeigt, wann und wo mit Einschränkungen zu rechnen ist. Ziel ist es, frühzeitig zu informieren und eine verlässliche Orientierung für den Alltag zu geben. Gleichzeitig macht der Kalender deutlich, dass die Baustellen notwendige Investitionen in eine zukunftsfähige, sichere und leistungsfähige Stadt sind.
„Mit dem Baustellenkalender bündeln wir die wesentlichen und planbaren relevanten Bauvorhaben in einer übersichtlichen Jahresplanung und geben eine klare Orientierung – denn nur wer gut informiert ist, kann sich im Alltag gut darauf einstellen“, sagt Bausenatorin Dr. Ute Fischer-Gäde. „Wir bitten um Verständnis für die damit verbundenen Einschränkungen, die sich leider nicht vermeiden lassen. Zugleich können wir uns im Ergebnis darüber freuen, dass unsere Infrastruktur für ein zukunftsfähiges Rostock erneuert wird.“
Die dargestellten Daten geben einen Überblick über die wesentlichen geplanten Baumaßnahmen. Kurzfristige Änderungen im Bauablauf können nicht ausgeschlossen werden.
[strong]Kommunaler Straßen- und Wegebau[/strong]
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen wird auch im Jahr 2026 weiter gezielt in die Verkehrsinfrastruktur investiert. Die Investitionen knüpfen an das Niveau der vergangenen Jahre an und sichern eine kontinuierliche Planung und Umsetzung der Maßnahmen. Für das Straßen-, Radwege- und Gehwegnetz der Stadt sind durch das Tiefbauamt Investitionen von insgesamt mehr als 31,5 Millionen Euro vorgesehen.
[strong]Straßenbahn-Gleisbau[/strong]
Auch im Jahr 2026 wird die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) verstärkt in die Grunderneuerung der Gleisanlagen investieren. Die Rostocker Straßenbahngleise leisten täglich viel: Bis zu vier Linien nutzen die gleichen Abschnitte. Das führt mit der Zeit zu Verschleiß. Weil nicht überall gleichzeitig gebaut werden kann, lassen sich vorübergehende Langsamfahrstellen nicht immer vermeiden – die RSAG arbeitet jedoch kontinuierlich daran, diese nach und nach zu beseitigen.
Die RSAG konzentriert ihre Bauvorhaben größtenteils in zeitliche Korridore während der Schulferien. Nur in diesen Zeiten besteht die Möglichkeit, Schienenersatzverkehr mit Bussen abzusichern.
[strong]Ver- und Entsorgungsunternehmen[/strong]
Die Stadtwerke Rostock AG treibt den Fernwärmeausbau im Jahr 2026 weiter voran. Die Bautätigkeiten konzentrieren sich auf Gehlsdorf, Brinckmansdorf, die Kröpeliner-Tor-Vorstadt und Warnemünde. Der Ausbau des Fernwärmenetzes spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Rostocker Wärmeplans: Derzeit sind rund zwei Drittel aller Haushalte in der Hanse- und Universitätsstadt an die Fernwärme angeschlossen. Bis 2035 soll dieser Anteil auf bis zu 80 Prozent steigen. Die Fernwärmeerzeugung wird gleichzeitig schrittweise auf regenerative Energiequellen umgestellt, um den CO2-Ausstoß deutlich zu senken.
Die Nordwasser GmbH investiert im Jahr 2026 im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes rund 68 Mio. Euro in die Sanierung und Erneuerung von Leitungen, Netzen und Anlagen. Damit wird die hohe Ver- und Entsorgungssicherheit langfristig abgesichert und die Infrastruktur dort modernisiert, wo alters- und nutzungsbedingt ein spürbarer Sanierungsbedarf besteht. Viele Vorhaben sind über mehrere Jahre angelegt und werden – wo immer sinnvoll – im Verbund mit den kommunalen Partnern koordiniert, um Bauabläufe zu bündeln und Beeinträchtigungen zu reduzieren. Gleichzeitig werden die Systeme konsequent auf den zukünftigen Bedarf ausgerichtet und bringen die Anpassung an den Klimawandel weiter voran, etwa durch den Bau von Entwässerungsleitachsen.
[strong]Maßnahmen im Stadtzentrum, in den Fördergebieten und Rostocker Oval[/strong]
In den kommenden Monaten stößt auch die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) im Stadtzentrum, den Fördergebieten Lichtenhagen, Dierkow und Toitenwinkel sowie in den Bereichen der Unterwarnow umfangreiche Bau- und Infrastrukturprojekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 34 Mio. Euro an.
Fortschritte beim Rostocker Oval werden sichtbarer. Dazu zählen bspw. der Wegebau im Bereich des Nördlichen Warnowrunds, die Erschließung des WarnowQuartiers oder weitere Maßnahmen am Stadthafen, u.a. Vorbereitungen für den Bau der Warnowbrücke. Die Städtebauförderung in Toitenwinkel und Dierkow läuft zum Ende des Jahres aus, daher sind die dort begonnenen Maßnahmen spätestens im kommenden Jahr abzuschließen.
[strong]Breitbandnetz- und Giganetzausbau[/strong]
In zahlreichen Stadtteilen wird der Breitbandausbau in Verantwortung unterschiedlicher Telekommunikationsfirmen weiter fortgesetzt. Die Bauarbeiten betreffen vor allem die Gehweg-Bereiche und erfolgen mit hoher Dynamik.
Ulrich Kunze
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Verkehr | Di., 17.02.2026 13:18 Uhr | Seitenaufrufe: 4