
Sternsinger mit Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger am 11. Januar 2025 im Rathaus. | Foto: Joachim Kloock/Hansestadt Rostock
Sternsingerinnen und Sternsinger bringen Segen ins Rathaus
Rostock • Etwa 100 Kinder der Rostocker Christusgemeinde der Pfarrei „Herz Jesu" und aus der Don-Bosco-Schule werden am Sonnabend (10. Januar 2026) von Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger empfangen.
Im Rahmen der Sternsinger-Aktion bringen sie den Segen ins Rostocker Rathaus und schreiben das Zeichen „20*C+M+B+26" an die Türen zum Bürgerschaftssaal sowie zu den Büros des Präsidenten der Bürgerschaft und der Oberbürgermeisterin. Es steht für „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus" und ist Symbol der seit 1959 vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger" e.V. und des Bundes der Deutschen katholischen Jugend organisierten Aktion. Bernd Brummermann, Vorsitzender des Vorstandes der OstseeSparkasse Rostock, überreicht erneut einen Spendenscheck.
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger von Tür zu Tür ziehen. Beispielland der Aktion rund um den Jahreswechsel ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt.
Als Kinderarbeit bezeichnet man Einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Wenn Kinder dagegen gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten, ungefährlichen Tätigkeit nachgehen, ist das keine Kinderarbeit. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.
Bei der 67. Aktion zum Jahresbeginn 2025 hatten die Sternsinger mehr als 48 Millionen Euro gesammelt. In 7.328 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten hatten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Dreikönigssingen beteiligt. Mehr als 1,4 Milliarden Euro sammelten die Sternsingerinnen und Sternsinger seit dem Aktionsstart 1959, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Ulrich Kunze
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Lokales | Do., 08.01.2026 10:00 Uhr | Seitenaufrufe: 5