Jeder Obdachlose zählt: Rostock beteiligt sich an europäischer Pilotstudie / News / Seestadt Rostock
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Rostock-Toitenwinkel (PIHR) - Nach einem Brand in zwei Kellerabteilen in der Salvador-Allende-Straße im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand meldete ein Zeuge am gestrigen Dienstag gegen 16:50 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus dem Kellerbereich eines...
Quelle: HRO-News.de | Mi., 09:34 Uhr
Hallenschwimmbad "Neptun" an einem Winterabend. | Foto: Joachim Kloock/Hansestadt Rostock
Rostock-Hansaviertel (HRPS) - Wegen verschiedener Veranstaltungen ergeben sich im März und April 2026 einige Änderungen bei den Zeiten für öffentliches Schwimmen im Hallenschwimmbad Neptun. Darüber informiert das Amt für Schule und Sport. In der 50-Meter-Halle entfallen die öffentlichen Schwimmzeiten vom 27. Februar bis 1. März 2026, am...
Quelle: HRO-News.de | Mi., 06:36 Uhr
Rostock (BPHR) - Am Dienstag kam es in einer S-Bahn der Linie S3 auf der Fahrt von Rostock-Lichtenhagen nach Rostock-Parkstraße zu einem Vorfall mit Reizgas. Ein bislang unbekannter Mann setzte gegen 18:00 Uhr in der fahrenden Bahn Pfefferspray frei. Dabei erlitt mindestens ein Reisender Augenreizungen und klagte über Unwohlsein....
Quelle: HRO-News.de | Mi., 11:01 Uhr
Plakat "Rostock nimmt Rücksicht - auf eine verkehrssichere Stadt" | Foto: FBM Werbeagentur Marketing GmbH/Hansestadt Rostock
Rostock (HRPS) - Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock macht die Sicherheit im Straßenverkehr erneut zu einem zentralen Thema. Mit der Kampagne „Rostock nimmt Rücksicht“ ruft die Stadt alle Rostockerinnen und Rostocker dazu auf, das eigene Verhalten im Verkehr bewusst zu reflektieren. Ziel ist es, das Bewusstsein für...
Quelle: HRO-News.de | Mi., 07:03 Uhr
Kulturhistorisches Museum | Foto: Joachim Kloock/Hansestadt Rostock
Rostock-Stadtmitte (HRPS) - Das Kulturhistorische Museum Rostock beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen zur Geschichte der Stadt und bietet einen tiefen Einblick in Kunst und Kultur des Nordens. Am Donnerstag, 26. Februar 2026 um 17 Uhr haben alle Interessierten die Gelegenheit, an einer Überblickführung durch die beeindruckenden...
Quelle: HRO-News.de | Do., 06:16 Uhr
Volkshochschule Rostock - Foto: Hansestadt Rostock
Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt (HRPS) - Kriegsenkel (geboren zwischen 1945 und 1975) haben oft eine Mutter erlebt, die von tiefen Ängsten und einem starken Sicherheitsbedürfnis geprägt war. Diese Mütter, selbst traumatisiert durch den Krieg, konnten ihre Gefühle nicht zeigen und ihre Kinder emotional nicht versorgen – obwohl sie sie materiell gut...
Quelle: HRO-News.de | Do., 07:38 Uhr
Reutershagen - Reuterpassage | Foto: Fotoagentur nordlicht/Hansestadt Rostock
Rostock-Reutershagen (HRPS) - Am Sonnabend, 21. Februar 2026, um 10 Uhr lädt der Ortsbeirat zur öffentlichen Bürgersprechstunde auf den Markt in Reutershagen ein. Darüber informiert der Vorsitzende Mirco Kurzhals. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und das Gespräch zu suchen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle: HRO-News.de | Do., 08:38 Uhr

Jeder Obdachlose zählt: Rostock beteiligt sich an europäischer Pilotstudie

Rostock (HRPS) • Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock beteiligt sich an dem europäischen Forschungsprojekt „EU Homelesseness Counts“ und geht damit einen weiteren Schritt im Kampf gegen Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Dabei handelt es sich um eine Pilotstudie, die durch die Europäische Kommission gefördert wird. Innerhalb von zwei Jahren soll eine einheitliche Methodik entwickelt werden, wohnungslose Menschen zu zählen und Informationen von ihnen zu erfassen. Die Erhebung soll erstmals valide und vergleichbare Zahlen über den Umfang von Wohnungslosigkeit in einer Reihe von europäischen Städten liefern. Auf dieser Datengrundlage können Maßnahmen zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit zielgerichtet erarbeitet und weiterentwickelt werden. Übergeordnetes Ziel ist es, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden. In Deutschland beteiligen sich neben Rostock in diesem Jahr auch die Städte Münster und Potsdam an dem Vorhaben.

„Wohnungslosigkeit betrifft sehr viel mehr Menschen, als wir uns vorstellen können“, sagt Paul Lemke, Projektleiter von MOINS („Menschen vor Obdachlosigkeit intelligent schützen“). „Es sind nicht nur diejenigen, die auf der Straße leben, in Notunterkünften übernachten oder institutionell untergebracht werden, sondern auch die verdeckt Wohnungslosen, die bei Bekannten auf dem Sofa übernachten“, verdeutlicht er.

Um Wohnungslosigkeit in Rostock zu erfassen, sollen Anfang Oktober 2025 einerseits administrative Daten der Unterbringungsträger abgerufen werden und andererseits die Mitarbeitenden in den Diensten und Einrichtungen für Wohnungslose sowie angrenzender Hilfesysteme ihre Nutzer und Nutzerinnen einmalig zählen und befragen. Erhoben werden Geschlecht, Alter, Nationalität, Haushalt sowie wenige weitere Angaben. „Wohnungs- und Obdachlosigkeit beruht auf sehr individuellen Problemlagen. Wir wissen im Moment nicht wie viele Menschen in Rostock tatsächlich wohnungs- oder obdachlos sind und aus welchen Gründen. Alles, was wir haben sind Schätzwerte“, betont Anika Lesse, Leiterin des Amtes für Soziales und Teilhabe.

Innerhalb des MOINS-Projektes wird unter anderem ein digitaler Hilfeplan erarbeitet. Hierbei werden Fallverläufe analysiert, um Unterstützungsleistungen gezielt anpassen zu können. Damit die Hilfen auch zu den Bedürfnissen der Betroffenen passen. „Die Rechnung ist simpel: Umso mehr wir wissen, umso besser wir vorhandene Daten nutzen, umso zielgerichteter und umso schneller können wir passende Angebote für jeden einzelnen Wohnungs- und Obdachlosen definieren“, erklärt Leese. „EU Homelesseness Counts“ hilft bei der Datenerhebung, schafft eine erste Grundlage. „Nicht nur die Stadt Rostock profitiert davon. Dadurch, dass die Studie europaweit umgesetzt wird, entsteht eine Vergleichbarkeit. Die Daten helfen lokalen Regierungen und Fachkräften, Strategien erfolgreicher Länder zu übernehmen und von ihnen zu lernen“, fasst Paul Lemke zusammen.

In Rostock leben nach aktuellen Schätzungen derzeit zirka 60 bis 80 obdachlose und knapp 300 wohnungslose Menschen. 2023 haben insgesamt 597 Personen die Wohnungslosennotfallhilfe in Anspruch genommen. Ob die Zahlen tatsächlich valide sind, wird „EU Homelesseness Counts“ zeigen.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Mi., 21.01.1970 - 05:50 Uhr | Seitenaufrufe: 0
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