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Rostocker Befragung verdeutlicht: Bildungsstandort und Ostseenähe ziehen an

Rostock (HRPS) • Wer zieht nach Rostock, wer verlässt die Hansestadt und aus welchen Gründen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Wanderungsmotivbefragung, an der mehr als 2.200 Personen teilnahmen. Nun liegt der ausführliche Ergebnisbericht vor.

Vor allem junge Menschen zieht es nach Rostock: Mehr als die Hälfte der 2022 und 2023 Zugezogenen sind unter 30 Jahre alt. Hauptgrund für den Zuzug ist der Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums. Aber nicht nur Rostock als Bildungsstandort zieht an, auch die Lage spielt eine entscheidende Rolle: Die Nähe zur Ostsee war für jeden Dritten von Bedeutung. Insgesamt gaben etwa 40 Prozent der Zugezogenen an, längerfristig in der Hanse- und Universitätsstadt bleiben zu wollen.

Weiteres interessantes Ergebnis: Ein großer Teil der befragten Weggezogenen wäre in Rostock geblieben, hätten sie passenden Wohnraum gefunden. Dies trifft vor allem auf die mittlere Altersgruppe zu: Mehr als 60 Prozent der 30- bis 44-Jährigen wollten nicht wegziehen. Neben Mietwohnungen sind für diese Gruppe insbesondere Wohneigentum und Baugrundstücke relevant: Mehr als jeder Dritte suchte eine Möglichkeit zum Erwerb oder Bau eines Eigenheims. Mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe zogen in die Rostocker Umlandgemeinden bzw. in den Landkreis Rostock. Am neuen Wohnort konnten sich viele ihren Traum vom eigenen Häuschen verwirklichen: Knapp jede und jeder zweite weggezogene 30- bis 44-Jährige gab an, am aktuellen Wohnort Eigentümerin oder Eigentümer zu sein.

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf die Haushalts- und Einkommensverhältnisse: Haushalte, die wegziehen, sind im Schnitt größer als die, die herziehen. Zudem ist deren Erwerbstätigenquote höher. Das mittlere monatliche Pro-Kopf-Einkommen der weggezogenen Haushalte liegt mit 2.667 Euro weit über dem der zugezogenen sowie dem der Rostocker Haushalte insgesamt (2.000 Euro).

Wieder nach Rostock zurückzuziehen hält etwa die Hälfte der befragten Weggezogenen für denkbar. Nur 13 Prozent sind sich sicher, dass sie nicht wiederkommen. Vor allem jüngere Befragte stehen dem Gedanken einer Rückkehr offen gegenüber: Mehr als 60 Prozent der 18- bis 24-Jährigen beantworteten die Frage „Können Sie sich in Zukunft vorstellen, wieder nach Rostock zu ziehen“ mit „ja, auf jeden Fall“ (29 %) oder „ja, vielleicht“ (33 %).

Der Gesamtbericht zur Wanderungsmotivbefragung inklusive detailliertem Tabellenteil ist ab sofort abrufbar im Bereich Veröffentlichungen unter www.rostock.de/statistik.


Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Stadt | Mi., 21.01.1970 - 04:06 Uhr | Seitenaufrufe: 0
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