Sanierung des Kempowski-Ufers mit ersten Rammschlag gestartet / News / Seestadt Rostock
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Sanierung des Kempowski-Ufers mit ersten Rammschlag gestartet

Rostock (HRPS) • Im Zuge der künftigen Entwicklung des Rostocker Stadthafens werden die Hafenanlagen des Kempowski-Ufers grundhaft instandgesetzt. Der 1. Rammschlag für die Sanierung der Liegeplätze 86 bis 91 ist heute offiziell erfolgt. Im Vorfeld wurde seit November 2024 die Baustelle aufwendig eingerichtet und die notwendige Großgerätetechnik in den Stadthafen gebracht. In Vorbereitung der Rammarbeiten wurden Lockerungsbohrungen durchgeführt und Teile der Steganlage der Marina Ocean's End zurückgebaut. Die notwendige Kampfmittelsondierung vor Ort konnte bereits Ende 2024 abgeschlossen werden. Die aus den 1960er-Jahren stammende Kaianlage ist mittlerweile sehr in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig.

Das geplante Investitionsvolumen für die Maßnahme, die auf einer Länge von rund 450 Metern erfolgt, beläuft sich auf rund 22 Millionen Euro und wird aus städtischen Mitteln finanziert. „Dieser Rammschlag ist ein erster wichtiger sichtbarer Schritt auf dem Weg zu einer neuen Erlebbarkeit unseres Stadthafens“, sagt Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. „Die Projekte des Rostocker Ovals, zu denen neben der Neugestaltung des Stadthafens auch die Warnowbrücke und das WarnowQuartier zählen, werden das Stadtbild und die Lebensqualität für die Rostockerinnen und Rostocker spürbar aufwerten. Die Infrastruktur in unserer Stadt wird deutlich verbessert und zahlreiche Bereiche an der Unterwarnow überhaupt erst richtig nutzbar gemacht“, ergänzt sie.

Die Neugestaltung der Kaikante beinhaltet unter anderem eine treppenartige Gestaltung: Im Bereich der Liegeplätze 86 und 87 wird ein 200 Meter langer Abschnitt mit einer abgesenkten tieferliegenden Geh-Ebene errichtet. Die neue Hafenanlage wird fünf Meter ins Wasser gebaut. Der so neu entstehende Flächengewinn schafft in diesem Bereich eine ganz neue Aufenthaltsqualität. Mit dem Ausbau der tiefergelegten Geh-Ebene ist die Neugestaltung des Kempowski-Ufers abgeschlossen. Nach derzeitigem Planungsstand ist dies im dritten Quartal 2026 der Fall. Perspektivisch wird das Kempowski-Ufer zusätzlich mit Grünflächen aufgewertet.

„Die grundhafte Instandsetzung des Kempowski-Ufers im Zentrum unseres historischen Stadthafens erfüllt neben den hohen freiraumplanerischen und gestalterischen Anforderungen auch die zwingende Notwendigkeit zur Wiederherstellung einer funktionstüchtigen Hafenanlage, die zuletzt schon gar nicht mehr vollumfänglich genutzt werden konnte“, betont Dr. Chris von Wrycz Rekowski, zuständiger Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung. „Zusätzlich wird mit dem Vorhaben die Grundlage für die Errichtung eines zukünftigen Hochwasserschutzes des Landes geschaffen“, erklärt er.

Die Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Stadthafens werden durch das zuständige Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) bemessen und geplant. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Für den Stadthafen wurde ein Bemessungshochwasser von 3,54 Metern in Bezug auf das Normalhöhennull festgelegt.

Neben den Maßnahmen am Kempowski-Ufer werden in den nächsten Jahren weitere Projekte im Stadthafen umgesetzt. Der Stadthafen wird hierbei in vier Teilbereichen neu entwickelt und neugestaltet. Die bauliche Umsetzung erfolgt sukzessive und bereichsweise. Zu den Teilbereichen zählen außerdem der Christinenhafen West, der Christinenhafen Ost sowie die Dünenlandschaft. Die Fertigstellung aller Teilbereiche wird voraussichtlich nach 2030 erfolgen. Die Gesamtkosten für die Erneuerung und Umgestaltung des Stadthafens werden in Summe über den Verlauf der kommenden Jahre auf zirka 60 Millionen Euro geschätzt.


Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Stadtentwicklung | Mi., 21.01.1970 - 03:27 Uhr | Seitenaufrufe: 0
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