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Uni im Rathaus: Gar nicht süß!

Rostock-Stadtmitte (HRPS) • Diabetes mellitus: Diese Diagnose erhält bald jede*r zehnte Deutsche, häufiger Menschen in den neuen als in den alten Bundesländern – Tendenz steigend. Wer nicht selbst betroffen ist, kennt oft Menschen mit dieser Erkrankung, die übersetzt so viel heißt wie „honigsüßer Durchfluss“. Aber süß ist das Leben mit Diabetes nicht! Betroffenen wird oft unterstellt, dass sie aufgrund ihrer Lebensweise selbst schuld sind an ihrer Erkrankung, dass sie beispielsweise zu wenig Sport treiben oder zu viel, zu fett und zu viel Süßes essen. Doch Diabetes hat unterschiedliche „Gesichter“ – Fachexpert*innen sprechen von Diabetes-Klassifikationen.

Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung: Die Zellen, die das lebensnotwendige Insulin bilden, werden zerstört. Daran erkranken zumeist Kinder und Jugendliche. Viel häufiger ist allerdings der Diabetes-Typ 2, der früher auch als Altersdiabetes bezeichnet wurde. Erschreckenderweise erkranken daran zunehmend junge Erwachsene, sogar schon Kinder. „Bei Betroffenen steigt der Blutzuckerspiegel immer weiter – hauptsächlich bedingt durch populäre Lebensgewohnheiten: So kann ein ausgeprägter Bewegungsmangel im Zusammenspiel mit einer ungesunden Ernährungs- und Lebensweise (z.B. Rauchen) nicht mehr kompensiert werden, wenn die genetische Ausstattung nicht überdurchschnittlich gut ist“, erläutert Endokrinologe und Stoffwechselexperte Prof. Holger S. Willenberg von der Universitätsmedizin Rostock.

Ein Blutzuckerspiegel „außer Kontrolle“ ist nicht harmlos. Jeder sechste Todesfall in Deutschland lässt sich mit den Begleiterkrankungen eines Diabetes in Verbindung bringen. „Umso wichtiger ist es, die Diabetes-Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln, um Komplikationen zu vermeiden“, betont der Chefarzt der Schweriner Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Prof. Stefan Zimny.

Um Diabetes in Zukunft noch besser diagnostizieren zu können, bildet Prof. Simone Baltrusch Studierende an der Universitätsmedizin Rostock aus. Zudem forscht sie auf dem Gebiet der Biochemie und Molekularbiologie: „Wir erkunden beispielsweise neue Stoffwechselwege und analysieren dafür Zellen mit dem Mikroskop und molekularen Methoden, um neue Therapien für Diabetes-Patient*innen zu entwickeln.“ Auch werden in Rostock neue Technologien und Medikamente entwickelt: So kann mit Hilfe einer Smartphone-App die Messung des Blutzuckers überwacht und die Insulingabe gesteuert werden – in ersten Prototypen schon unterstützt durch künstliche Intelligenz. Außerdem wird an einer Impfung gegen Diabetes-Typ 1 gearbeitet und für Typ 2-Betroffene an Medikamenten, die Fettgewebe schneller verbrennen oder den Appetit regulieren.

Wie Betroffene ihr Leben mit Diabetes gestalten können, inwieweit neue Forschungsansätze, Therapien und gesellschaftliche Entwicklungen dabei unterstützen und welche Krankheitsursachen bekannt sind, sprechen bei "Uni im Rathaus" am Donnerstag, 17. Oktober 2024, um 18 Uhr die Diabetes-Expert*innen der Universitätsmedizin Rostock sowie Helios-Kliniken Schwerin Rostock mit Interessierten im Festsaal des Rostocker Rathauses. Der Eintritt ist frei.

Prominent moderieren wird die öffentliche Gesprächsrunde Annie Heger: Die vielseitige Entertainerin hat selbst im Alter von 13 Jahren die Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 erhalten: „Meine Oma hat immer zu mir gesagt: ‚Warte ab, irgendwann werden sie etwas finden, was Dir hilft! Und damit meinte sie höchstwahrscheinlich die Chance auf Heilung vom Diabetes. Doch ich könnte ihr heute sagen: ‚Haben sie, Oma. Da habe so viele intelligente Menschen mit Neugier technische Wunderwerke erfunden, die mir helfen und ich mich manchmal fühle, als hätte ich ein bisschen weniger Diabetes.“ Ihr Leben mit der Krankheit beschreibt Annie Heger auch in dem Buch „Sei der Wind, nicht das Fähnchen“, das 2024 im Bene!-Verlag erschienen ist.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Bildung | Mi., 21.01.1970 - 01:05 Uhr | Seitenaufrufe: 0
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