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Sail-Brunch: Kernthema Nachhaltigkeit

Meyer: Mecklenburg-Vorpommern hat beste Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaften

Rostock (MWBT) • Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat am Sonnabend beim Sail-Brunch im Rahmen der Gesprächsreihe "Business meets Hanse Sail" vor rund 300 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zum Thema "Erfolgsmodelle für mehr Nachhaltigkeit "- MV als Wegbereiter" gesprochen. "Mecklenburg-Vorpommern als Land der erneuerbaren Energien verfügt über beste Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaften. Wenngleich die aktuelle Situation durch die Corona-Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundene Energiekrise herausfordernd ist, werden wir die heimischen Unternehmen bei dem notwendigen Transformationsprozess in den kommenden Jahren intensiv begleiten und unterstützen. Vor allem mit dem diesjährigen Hanse Sail-Partnerland Norwegen haben wir dazu bereits einiges initiiert", sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Derzeit läuft eine Zusammenarbeit im deutsch-norwegischen Projekt zur Wasserstoffproduktion "H2GE Rostock". Mit dabei ist das Unternehmen Equinor, ein norwegischer Öl- und Gasproduzent. Das Projekt beinhaltet die Elektrolyse für die zunächst blaue und später grüne Wasserstoffproduktion, einen Ammoniak-Cracker für die Weiterverarbeitung beziehungsweise den Import und eine ATR-Anlage (Verfahren zur Produktion von Synthesegas, das aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid besteht), mit der eine deutlich höhere CO2-Abscheiderate realisiert werden kann. Als Stromquelle ist der Windpark Arkona angedacht. "In ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt es Projekte, Ideen und Netzwerke, die sich mit dem Aufbau der Wasserstoffwirtschaft beschäftigen. Das unterstützen wir, denn hier sehe ich großes ökologisches und wirtschaftliches Potenzial, die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes weiter voranzutreiben", sagte Meyer.

In der Hansestadt Rostock hat sich beispielsweise das Projekt "HyTech Hafen Rostock" gegründet. Hier soll in den kommenden Jahren eine 100 Megawatt-Anlage für die Erzeugung von grünem Wasserstoff entstehen. Ein weiteres Projekt ist Europas erstes Wasserstoff-Gewerbegebiet in Rostock-Laage. Dahinter steht das Konzept des Unternehmens APEX Energy, einen grünen Industriepark zu entwickeln, in dem ansässige Unternehmen durch vor Ort erzeugten Wasserstoff mit Wärme und Strom versorgt werden. "Wir brauchen weitere innovative Ideen und mutige Unternehmen, um den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verstärkung der Wasserstoffwirtschaft gemeinsam voranzutreiben", sagte Meyer.

Die Landesregierung hat sich zudem zum Ziel gesetzt, "Grüne Gewerbegebiete" in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzubringen. Dabei geht es um Gewerbegebiete, die neu entwickelt werden und um bereits bestehende Gewerbegebiete, die durch gezielte Maßnahmen zu einem "grünen Gewerbegebiet" werden können. Um eine Zertifizierung zu erhalten, sind folgende Basiskriterien nötig: eine erneuerbare Energieversorgung (das bedeutet eine Nutzung von mindestens 50 Prozent EE-Strom oder EE-Wärme oder mindestens 75 Prozent Ökostromtarif), der Einsatz von Maßnahmen zur Verbesserung des Energiemanagements und Steigerung der Energieeffizienz sowie eine Bewusstseinsbildung im Bereich des nachhaltigen Flächenmanagements (beispielsweise durch Informationsveranstaltungen zum sparsamen Umgang mit der Ressource Fläche). "Der Einsatz von erneuerbaren Energien, clever eingesetzte Ressourceneffizienz, ein sparsamer Flächenverbrauch und die Nutzung alternativer Mobilität "- das macht ein grünes Gewerbegebiet aus. Und davon brauchen wir noch mehr in Mecklenburg-Vorpommern. Denn alle Beteiligten profitieren davon - nachhaltig wirtschaftende Unternehmen ökonomisch, Kommunen verschaffen sich gegenüber Wettbewerbern einen Standortvorteil und alle gemeinsam reduzieren die CO2-Emmissionen", sagte Meyer abschließend.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Wirtschaft | Di., 20.01.1970 - 06:12 Uhr | Seitenaufrufe: 54
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