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Angriff auf Bahnsicherheitsmitarbeiter

Rostock (BPHR) • Zu einer Verletzung eines Bahnsicherheitsmitarbeiters und dem Einsatz von Pfefferspray kam es am vergangenen Freitagabend, den 04. Dezember 2020 gegen 23:00 Uhr am S-Bahnhaltepunkt Marienehe.


Zwei Sicherheitsmitarbeiter der DB AG führten in der S-Bahn von Warnemünde nach Rostock bei vier männlichen Personen eine Fahrkartenkontrolle durch. Hierbei konnten sie feststellen, dass zwei der Männer nicht im Besitz erforderlicher Fahrscheine waren. Da sich die Personengruppe zu diesem Zeitpunkt bereits unkooperativ und aggressiv zeigte, wurde von den Sicherheitsmitarbeitern die Bundespolizei zur Identitätsfeststellung angefordert. Zur Durchführung der weiteren Maßnahmen und bis zum Eintreffen der Bundespolizisten wurden die Männer am Haltepunkt Marienehe aufgefordert die S-Bahn gemeinsam mit den Sicherheitsmitarbeitern zu verlassen. Beim Aussteigen versuchte einer der Männer den Sicherheitsmitarbeiter wegzudrängen, damit sich sein Kumpel durch Flucht weiterer Maßnahmen entziehen kann. Beim Versuch diesen jedoch festzuhalten, wurde der Sicherheitsbeamte von hinten angegriffen und in den "Schwitzkasten" genommen. Daraufhin wollte sein Arbeitskollege zu Hilfe eilen und wurde von einen der Männer mit einem gezielten Faustschlag an der Nase getroffen und verletzt. Zwischenzeitlich konnte sich der andere Sicherheitsmitarbeiter aus dem "Schwitzkasten" befreien, setzte zu seiner Verteidigung Pfefferspray und traf hierbei einen der Männer. Die anderen drei Männer entfernten sich zunächst vom Bahnsteig. Kurz darauf erfolgte von diesen ein erneuter Angriff gegenüber den Sicherheitsmitarbeitern, während diese den vom Pfefferspray getroffenen Mann versorgten. Dabei erlitt einer der DB-Mitarbeiter einen Cut unterhalb der rechten Augenbraue, nachdem er dort von einem Faustschlag getroffen wurde. Nach diesem Angriff flüchteten die Männer vom Bahnsteig, wobei zwei von ihnen kurze Zeit später durch eine Streife der Bundespolizei im Nahbereich festgenommen werden konnten. Zudem wurde durch die Bundespolizisten eine Erstversorgung des vom Pfefferspray getroffenen Täters vorgenommen. Durch den eintreffenden Rettungswagen erfolgte eine Versorgung der Verletzungen des Bahnmitarbeiters. Der verletzte Täter wurde zur weiteren medizinischen Betreuung in ein Krankenhaus verbracht. Bei den drei deutschen Tätern im Alter von 19, 20 und 23 Jahren wurden Atemalkoholwerte zwischen 0,8 und 1,47 Promille festgestellt. Nach dem vierten Täter wird noch gefahndet.


Durch die Bundespolizei wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Polizeibericht | Mo., 19.01.1970 - 15:29 Uhr | Seitenaufrufe: 225
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