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Polizei warnt vor Enkeltricks

Rostock (PIHR) • Sie rufen bei älteren Menschen an, geben sich als Verwandte aus und manipulieren ihre Opfer geschickt. Damit sie an ihr Erspartes gelangen, täuschen sie verschiedene Notsituationen vor. Aus dieser Lage können sie angeblich nur durch eine hohe Summe Geld befreit werden, die sofort abgehoben werden müsse. Allein in der vergangenen Woche verzeichnete die Rostocker Polizei mehr als 40 derartige Betrugsversuche. Gestern gerieten eine Seniorin und ein Senior aus Rostock in den Fokus der Betrüger.


Die 84-jährige deutsche Rentnerin wollte nur helfen. Ein unbekannter Tatverdächtiger rief sie am Montag um 14:15 Uhr zu Hause an und gab sich als ihr Sohn aus. Er habe einen Unfall gehabt und sei jetzt in Haft. Für seine Freilassung benötige er 30.000 Euro für die Kaution. Ein weiterer Tatverdächtiger meldete sich daraufhin am Telefon und gab sich als Polizist aus, der ihr den Sachverhalt glaubhaft bestätigen könne. Er erfragte das aktuelle Kontoguthaben der Dame und verlangte die angekündigte Summe. Die Rentnerin lief zu ihrer Bankfiliale und wollte die Summe von ihrem Konto abheben. Ein Mitarbeiter wies sie auf eine mögliche Betrugsmasche hin und informierte die Polizei.


Auch ein 83-jähriger Deutscher wurde gestern gegen 12 Uhr mittags von einem Unbekannten kontaktiert, der sich als sein Enkel ausgab. Der Tatverdächtige gab an, er habe einen Verkehrsunfall verursacht und benötige dringend 22.000 Euro, um für die von ihm verursachten Schäden aufzukommen. Auch hier reagierten Mitarbeiterinnen der Bank sofort, als der Rentner die Summe von seinem Konto abheben wollte, und klärten ihn über die Betrugsmasche auf. Die Polizei nahm Strafanzeigen wegen Betrugs auf. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei übernommen.


Die Polizei bittet darum: Informieren Sie Familie, Freunde und Bekannte über die Betrugsmaschen. Werden Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen und fordern Sie die Anrufer immer auf, ihren Namen selbst zu nennen. Erfragen Sie Dinge, die nur Ihre richtigen Verwandten wissen können. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn ein Anrufer Wertgegenstände oder Geld fordert, besprechen Sie dies mit Familienangehörigen, nahestehenden Personen oder wenden Sie sich an die Polizei. Weitere Hinweise und Tipps finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Polizeibericht | Mo., 19.01.1970 - 14:30 Uhr | Seitenaufrufe: 29
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