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Export-Tour macht Station in Rostock

Glawe: Export ist auch Fachkräftesicherung im eigenen Unternehmen – Geschäft ist langwieriger Prozess – entscheidend ist dabei, am Ball zu bleiben

Rostock • In Rostock hat im Rahmen des Lieferantentages die erste Export-Tour des Jahres 2017 stattgefunden. "Wir wollen bestmögliche Hilfestellung beim Einstieg in den Export geben und Mut machen, den Schritt auf neue Märkte zu wagen. Mit Blick auf die demografische Lage und die schrumpfenden Binnenmärkte kommt dem Auslandsgeschäft künftig eine noch größere Bedeutung zu. Das Exportgeschäft ist eine langfristige Zukunftssicherung für heimische Unternehmen, welches Arbeitsplätze sichert und neue Jobs schafft", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch vor Ort.

 

Fachkräftesicherung im eigenen Unternehmen

Wirtschaftsminister Glawe ermunterte die Unternehmen im Land mutig weiter in neue Märkte zu investieren. "Wir brauchen mit innovativen Produkten nicht hinterm Berg halten. Wir haben in unserem Land eine große Anzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, die als spezialisierte Anbieter entsprechende Produkte anbieten. Sie können daher auch international noch besser mitmischen", forderte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

 

Exportgeschäft ist langwieriger Prozess "- Entscheidend: am Ball bleiben

Das Exportgeschäft ist ein langwieriger Weg bis zum erfolgreichen Markteintritt. "Entscheidend ist es, am Ball zu bleiben. Das Land unterstützt Unternehmen beispielsweise bei Messeauftritten. Das ist ein erster wichtiger Schritt, um neue Kontakte zu knüpfen", erläuterte Wirtschaftsminister Glawe weiter. "Mit der Stärkung der Unternehmen durch das Exportgeschäft werden zudem Fachkräfte im Land gehalten, die für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern dringend benötigt werden."

 

Unterstützung der Landesregierung

Die Landesregierung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produkte international zu vermarkten und dem Exportgeschäft einen höheren Stellenwert zu verleihen. "Wir haben wirksame Instrumente, wie zum Beispiel die finanzielle Unterstützung von Firmengemeinschaftsständen, Messeförderung, Förderung von Konzepten zur Markterschließung oder Unternehmensdelegationsreisen", betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Darüber hinaus werden bei Unternehmensdelegationsreisen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern bei der Erschließung neuer Absatzmärkte und dem Ausbau internationaler Aktivitäten durch politische Flankierung unterstützt.

 

Export weiter ankurbeln

Mecklenburg-Vorpommern hat nach Angaben des Statistischen Amtes im Jahr 2016 mit einem Gesamtvolumen von 12,6 Milliarden Euro und einem Exportüberschuss von 1,8 Milliarden Euro sein insgesamt zweitbestes Außenhandelsergebnis erzielt. "Ein insgesamt positives Ergebnis, welches nicht darüber hinwegtäuscht, dass Mecklenburg-Vorpommern noch deutliche Steigerungsmöglichkeiten hat", sagte Glawe. Im vergangenen Jahre wurden aus Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 7,2 Milliarden Euro exportiert, was im Vergleich zum Vorjahr einen Reduzierung um 9,4 Prozent bedeutet. Ursache dafür ist insbesondere ein Exportrückgang bei den Warengruppen Weizen, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung sowie Wasserfahrzeuge. Die Hauptexportmärkte waren die Niederlande (780 Millionen Euro), Polen (532 Millionen Euro) und Saudi Arabien (412 Millionen Euro).

 

Praktische Tipps für Exporteinsteiger

Zu den Partnern der Export-Tour zählen neben der Landesregierung unter anderem die Industrie- und Handelskammern in MV, die Handwerkskammern, der AUMA "- Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., die Euler Hermes-AG, Germany Trade & Invest GmbH (GTAI "- Außenwirtschaftsfördergesellschaft des Bundes), sowie das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI) und die TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH sowie das Hauptzollamt Stralsund.

 

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Wirtschaft | So., 18.01.1970 - 07:06 Uhr | Seitenaufrufe: 117
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