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Start der Gartentherapie im Hospiz

Rostock-Südstadt (HRPS) • Das Frühlingswetter macht es möglich. Im Hospiz am Klinikum Südstadt startete in diesen Tagen ein neues Angebot innerhalb der Komplementärtherapie. Immer donnerstags kommt der Rostocker Gartentherapeut Thomas Henschel in den Hospizgarten, der für diese neuen
Therapieangebote in den vergangenen Monaten konzeptionell geplant und gestaltet wurde.

"Gärtnern ist für viele Menschen in langen Lebensabschnitten eine befriedigende und beglückende Tätigkeit", erläutert Hospizleiter Birger Birkholz. "Anderen hat sich der Reiz einer solchen Tätigkeit aus verschiedenen Gründen nie richtig erschlossen. Das Angebot des begleiteten Gärtnerns im Hospiz bietet den einen die Möglichkeit, am Ende des Lebens auf eine liebe Gewohnheit nicht verzichten zu müssen, den anderen vielleicht erstmals die Chance, sich an solchem Tun zu erfreuen."

Wer Freude daran hat, kann sich nun unter Anleitung von Thomas Henschel an den Arbeiten beteiligen. Und zwar genau in dem Maße, wie es dem Bewohner gut tut. Es gibt unzählige "Arbeiten" im Garten, die auch mit wenig Kraft und Ausdauer, vom Rollstuhl aus oder im Sitzen am Hochbeet getan werden können. Und auch das "nur Dabeisein", die Beteiligung mit Hinweisen oder die Beobachtung der natürlichen Veränderungen und das dadurch angeregte Gespräch können hilfreich sein – für den Garten und für den Bewohner. So wie der Gärtner sich nie von den Umständen des Bodens und des Wetters unabhängig machen kann und doch mit seinen bescheidenen Mitteln versucht, aus der Wildnis einen Garten zu gestalten, so ist jeder Mensch abhängig von den Bedingungen seines Lebens und den Beziehungen zu seinen Mitmenschen. Und doch hat er die Chance, ganz im Kleinen Einfluss zu nehmen und etwas zum Besseren zu verändern, auch im letzten Abschnitt seines Lebensweges. "Gemeinsam versuchen wir, Gelegenheiten zu schaffen, die Schönheit der Natur zu erleben, am Wachsen, Reifen und Ernten teilzuhaben und mit den natürlichen Abläufen von Werden und Vergehen in Berührung zu kommen", fasst Thomas Henschel seinen Therapieansatz zusammen.

Das Angebot soll für die Bewohner kostenlos sein, die anfallenden Kosten sind über Spenden zu finanzieren. Der Start der Gartentherapie wurde durch eine Spende des FC Hansa Rostock an das Hospiz möglich. Wer sich für die Unterstützung dieses oder anderer Projekte des Hospizes interessiert, kann das zum Beispiel am 25. April 2014 anlässlich des Benefizkonzertes des Leipziger Streichquartetts tun. Die Weltklassemusiker aus der sächsischen Metropole spielen um 19.30 Uhr im Rostocker Barocksaal zugunsten des Hospizes Werke von Haydn, Mendelssohn Bartholdy und Widmann. Karten gibt es für eine Spende von 15 Euro im Musikkontor Rostock, Lange Str. 13, Restkarten an der Abendkasse.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Sa., 17.01.1970 - 05:06 Uhr | Seitenaufrufe: 162
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