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Seit knapp zwei Monaten sucht Mariam Daoud (36) verzweifelt ihren Sohn Noah im Libanon. Die Rostocker Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vater. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?
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Volkstheater muss sich neu erfinden

FDP: Ohne einschneidende Veränderungen in Angebot und Struktur sieht die Zukunft des Volkstheaters Rostock düster aus

Rostock-Stadtmitte (fdpf) • „Die kulturellen Bedürfnisse der Menschen haben sich geändert. Es gehen nicht mehr alle kritiklos in große, halbgare Aufführungen, sondern suchen Nischen und neue spannende Ideen. Darauf muss das Theater reagieren und sich neu erfinden. Dafür müssen die Strukturen im Ganzen auf den Prüfstand, insbesondere die Sparten müssen überprüft, Schwerpunkte gesetzt werden und die Angebotsvielfalt verbessert werden.“ so der FDP-Fraktionsvorsitzende in der Rostocker Bürgerschaft, Dr. Ulrich Seidel.

„Das Theaterkonzept ist im September fällig. Dieses ist als Grundlage für die entscheidende Diskussion ‚Welches Theater wollen wir?’ notwendig. Hier muss die Geschäftsführung ihrer Aufgabe gerecht werden und ein tragfähiges Konzept vorlegen, denn es klaffen Anspruch und Wirklichkeit erschreckend auseinander.“ führt Seidel aus.

Mit der Umwandlung in eine GmbH erwartete Einsparungen, die das Theater flexibler und konkurrenzfähiger machen sollten, sind nicht eingetreten, klare betriebswirtschaftliche Aussagen zu Kosten und Investitionen fehlen. Vielmehr sind zusätzliche Ausgaben in Millionenhöhe notwendig geworden. Seidel ist wütend: „Da läuft vieles schief: Es werden Honorarkräfte eingekauft, die hunderttausende Euro kosten, selbst spielt das Theater kaum andernorts. Auch ein Haustarif ist Pflicht. Das Volkstheater sollte bedenken, dass auch die vielen guten freien Kulturträger die Kulturlandschaft prägen. Ich erwarte endlich Bewegung auf allen Seiten und echte Lösungen für unser Theater, sonst bleibt das Haus irgendwann einfach zu – und keiner bemerkt es mehr.“

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Politik | Fr., 16.01.1970 - 06:13 Uhr | Seitenaufrufe: 247
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