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Mecklenburg-Vorpommern federführend bei neuem Bundesprojekt für Wassertourismus in Deutschland

Gebündeltes Marketing soll mehr Urlauber zwischen Ostsee und Chiemsee locken

Rostock (tvmv) • Mecklenburg-Vorpommern hat einen wichtigen Auftrag an Land gezogen: Wie beim 1. Journalistischen Saisonauftakt am 29. April 2011 in Rostock bekannt wurde, erhält der Landestourismusverband die Federführung beim Bundesprojekt "Verbesserung des Marketings für den Wassertourismus in Deutschland", das auf eine gleichlautende Bundestagsinitiative zurückgeht. "Aufgabe des Projektes ist es, die Chancen für die weitere Entwicklung des Wassertourismus auszuloten, Qualitätsstandards deutschlandweit zu vereinheitlichen und wassertouristische Themen vor allem international besser zu vermarkten", erklärte Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes. Dafür werden vom Bund innerhalb von zwei Jahren Laufzeit 250.000 Euro bereit gestellt.

Verantwortlich für das Projekt sind Bundeswirtschafts- und Bundesverkehrsministerium, mit der Koordinierung einzelner Maßnahmen wurde der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern beauftragt. Weitere Partner sind unter anderem der Deutsche Tourismusverband, der Bundesverband für Wassersportwirtschaft, die Tourismusorganisationen der beteiligten Bundesländer und der Deutsche Olympische Sportbund. "Mecklenburg-Vorpommern hat mit der Ostsee und den Fluss- und Seenlandschaften herausragende Reviere für Tourismus auf und am Wasser mit hervorragender Infrastruktur anzubieten. Die koordinierende Funktion passt zu unserem touristischen Profil, erkennt die bisherigen Leistungen an und ist auch ein großer Vertrauensvorschuss, der gerechtfertigt werden muss", sagte Seidel. Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes ergänzte, "dass Analysen zufolge die Potenziale des Wassertourismus in ganz Deutschland längst noch nicht ausgeschöpft sind". Zunächst werde im Rahmen von Marktforschung und Befragungen festzustellen sein, wo Reserven und Hemmschwellen liegen, sagte Fischer.

Danach werden innerhalb des Bundesprojektes vier Felder bearbeitet: Zum einen soll der aufgrund einer Vielzahl von Siegeln schwer zu durchschauende Bereich der Qualitätsstandards so weit wie möglich angepasst und vereinheitlicht werden. "Sterne, Wellen, Steuerräder - wir wollen schauen, wo Schnittmengen zwischen unterschiedlichen Systemen liegen und diese besser aufeinander abgestimmt werden können", erklärte Jürgen Seidel. Im zweiten Projektschritt soll ein Praxisleitfaden für Unternehmen, Verbände und wassertouristische Anbieter produziert werden, indem Möglichkeiten der Vermarktung, Investition, Qualitätssicherung und Zusammenarbeit anschaulich dargestellt werden. Ansatz ist hier ein für Mecklenburg-Vorpommern bereits existierender Leitfaden. Um das wassertouristische Angebot zwischen Ostsee und Chiemsee gegenüber Urlaubsinteressierten gebündelt und übersichtlich zeigen zu können, wird im Zuge des Projektes zudem eine Internetplattform in fünf Sprachen erstellt und gepflegt. In dieses Eingangsportal für den Wassertourismus in Deutschland sollen Inhalte von Unternehmen, Behörden und Verbänden eingearbeitet werden, die bis heute nicht auf einen Blick zu erfassen sind. Viertes und letztes Umsetzungsziel innerhalb des Projektes ist die Präsentation auf Messen wie der "boot" in Düsseldorf. Auf dieser weltweit größten Messe zum Thema wird der Wassertourismusstandort Deutschland im kommenden Jahr erstmals einheitlich präsentiert. Außerdem werden dort am 23. Januar 2012 die bis dahin vorliegenden Projektergebnisse vorgestellt.

Zum Wassertourismus werden unter anderem Segeln, Motorbootfahren, Kanu, Bootschartertourismus, Surfen, Wasserski, Tauchen, Angeln, maritime Großveranstaltungen und Museen sowie Fahrgast- und Traditionsschifffahrt gezählt. Das Marktvolumen allein deutscher Touristen, die sich zumindest zeitweise auf dem Wasser bewegen, wird auf Basis unterschiedlicher Studien allein für Deutschland auf rund 20 Millionen geschätzt. Rund zwei Millionen Wassersportler sind in Vereinen organisiert.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Tourismus & Freizeit | Fr., 16.01.1970 - 03:15 Uhr | Seitenaufrufe: 324
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