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Schlotmann übergibt Albert-Schulz-Preis an Harald Ruschel und Katrin Zschau

Rostock (mluv) • Verkehrsminister Volker Schlotmann übergab heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stiftung, dem ehemaligen Hamburger Bürgermeister Peter Schulz, in Rostock den Albert-Schulz-Preis 2011. Der Preis der Albert-Schulz-Stiftung wird für besonderes soziales und demokratisches Engagement verliehen. "Beide Preisträger haben sich für andere Menschen eingesetzt, ohne zu fragen, was sie selbst davon haben. Das ist nicht selbstverständlich", sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann bei der Preisverleihung.

Hauptpreisträger ist in diesem Jahr der ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Wadan-Werft in Rostock Warnemünde, Harald Ruschel (Preisgeld: 5.000 Euro). Er war von 1977 bis 2009 Mitarbeiter der Warnow-Werft in Rostock. Seit der Gründung eines Betriebsrats nach 1990 war er ununterbrochen Betriebsratsmitglied, zuletzt Vorsitzender. "Er hat immer die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten, auch in sehr schwierigen Zeiten. Dafür gebührt ihm hohe Anerkennung", betonte Schlotmann.

Einen Förderpreis erhielt die Rostocker Gewerkschafterin Katrin Zschau (1.000 Euro), die sich in verschiedenen Vereinen für Demokratie und Toleranz engagiert.

Mit dem Preis werden Leistungen im Sinne der Grundsätze des Sozialdemokraten und früheren Rostocker Bürgermeisters Albert Schulz (1895-1974) gewürdigt. Der gelernte Maschinenbauer war während der Weimarer Republik Land- und Reichstagsabgeordneter. Er wurde von den Nationalsozialisten verfolgt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er die SPD in Rostock neu. 1949 flüchtete er mit seiner Familie nach Hamburg. Sein Sohn, Peter Schulz, ist Vorsitzender der Albert-Schulz-Stiftung. Der Albert-Schulz-Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre verliehen.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Soziales | Fr., 16.01.1970 - 02:54 Uhr | Seitenaufrufe: 680
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