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OB Roland Methling fordert sachliche Theater-Diskussion

Rostock - Stadtmitte (hrps) • Oberbürgermeister Roland Methling bittet, die Diskussionen zur Zukunft des Großen Hauses des Volkstheaters Rostock mit der gebotenen Sachlichkeit zu führen. „Irgend welche Verschwörungstheorien oder vermeintliche Enthüllungen tragen nicht dazu bei, die Weichen zur einvernehmlichen Lösung der Probleme zu stellen“, ist sich Oberbürgermeister Roland Methling sicher. „Dass die kurzfristige Schließung des Großen Hauses unabwendbar war, haben Verwaltungsführung und Theaterleitung aufgrund der vorliegenden Einschätzungen der Bauordnungsbehörde einhellig so eingeschätzt. Mir persönlich sind die Einschätzungen der Abteilung Bauordnung und die Ergebnisse der danach veranlassten Prüfungen erst seit drei Wochen bekannt. Mutmaßungen zu politisch motivierten Schließungsabsichten entbehren also jeder Grundlage!“

Zweifelsohne forciert die nun eingetretene Situation die Diskussion um einen Theaterneubau in Rostock. „Der entsprechende Bürgerschaftsbeschluss ist fast zwei Jahrzehnte alt, vor zehn Jahren wurde sogar eine komplette Schließung des Theaters erwogen. Seither wurde debattiert und untersucht, ohne das wir den Königsweg schon gefunden hätten. Wenn wir nun eine neue Heimstatt für unser Volkstheater bauen wollen, dann ist dies eine Entscheidung mit Auswirkungen auf die nächsten Jahrzehnte. Daher müssen nicht nur alle bisherigen Untersuchungen zu Strukturen, möglichen Standorten und Finanzierungen auf den Tisch. Die Fachleute müssen schnell Entscheidungsgrundlagen für die Bürgerschaft erarbeiten, die sowohl die Bedingungen für Theater in Rostock beinhalten, aber auch die damit einher gehenden Fragen der Stadtentwicklung, Stadtgestaltung und der damit verbundenen Kosten berücksichtigen.“

Oberbürgermeister Roland Methling ist sich sicher: „Wir können das schaffen. Aber dazu müssen wir gemeinsam, also Verwaltung, Bürgerschaft und Einwohnerinnen und Einwohner, an einem Strang ziehen.“ Oberbürgermeister Roland Methling stellt klar: „Es geht nicht darum zu bremsen, aber auch nicht darum, irgendeine schnelle Entscheidung durch die Gremien zu ´peitschen`. Ein Theater ist keine Turnhalle. ´Augen zu und durch` kann nun wirklich nicht die Devise sein. Damit würden wir der Bedeutung unseres Theaters kaum gerecht.“

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Politik | Fr., 16.01.1970 - 02:00 Uhr | Seitenaufrufe: 432
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