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Neue Niederflurstraßenbahnen ab 2013 auf Rostocks Schienen unterwegs

Rostock-Reutershagen • Die alten Tatra-Wagen gehen nach 24 Jahren in den Ruhestand und werden von einer neuen Generation Niederflurstraßenbahn, die diesmal aus Spanien kommen, abgelöst.

Nach einem langen und anspruchsvollen Ausschreibungsverfahren, hat ein Konsortium der Vossloh KIEPE GmbH und Vossloh España S.A. das Rennen gewonnen. Das Unternehmen setzte sich gegen 8 Mitbewerber durch und wird ab Mai 2013, in einem 3 Wochen Rhythmus, 13 neue Bahnen mit einem Gesamtauftragsvolumen von 37,6 Mio. Euro auf dem Wasserweg per Schiff an die Stadt an der Warnow liefern.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Vorhaben über 3 Jahre mit 19 Mio. Euro. Skoda, die nur den 2. Platz bei dem Rennen machten, legten Einspruch bei der Vergabekammer des Landes ein. „Verloren aber in allen Punkten.“, so Wilfried Eisenberg (Technischer Vorstand der RSAG). „Leider wird sich die Auslieferung dadurch auf Mai 2013 verzögern.“, sagte er weiter. Ursprünglich sollten die Bahnen schon einige Monate eher kommen.

Das Design, sowie die moderne und energiesparende Technik setzt wieder Maßstäbe. Hierfür ist die RSAG ja schon aus der Vergangenheit bekannt. „Wir wollen den Stromverbrauch senken und damit mehr für den Klimaschutz tun.“, so Sprecher beider Unternehmen. Dies wird mit einem System geschafft das wir schon, in einer ähnlichen Art, aus der Formel 1 mit KERS (System zur Rückgewinnung kinetischer Energie) kennen. Hierbei wird die Energie beim Bremsen in Batterien gespeichert und beim anfahren wieder abgegeben.
Auch der Innenraum hat eine völlig neue Art von Raumgestaltung bekommen. Mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder werden angeboten. Dies wird auch dadurch ermöglicht, dass die komplette Bahn auf Niederflur, also ohne Trittstufen, gebaut wird. Die Sitze, sowie der Himmel der Bahn bekommen einen maritimen Bezug. Besonderen Wert wird auf die Qualität beim Bau der Bahnen gelegt, welche komplett aus Edelstahl zusammen geschweißt werden. Mit Hilfe der Wärmedämmung kann den Fahrgästen gleichzeitig ein noch ruhigerer Innenraum angeboten werden. All dies ist notwendig, denn immerhin sollen die Bahnen auch die nächsten 30 bis 40 Jahre in Betrieb bleiben.

Ob sich ein Käufer für die alten Tatra-Wagen findet, ist noch nicht raus. Da dieser Fahrzeugtyp mit Technik der 70er Jahre des letzen Jahrhunderts ausgestattet ist und daran, auch bedingt durch die Hochflurtechnik, kein großes Interesse mehr gegeben.
Sollte sich zudem niemand für die erst 2001-2002 beschafften Beiwagen finden, wird wohl alles ein Fall für den Altstoffsammler werden.

Bleiben wir also gespannt und freuen uns bald auf ein neues Gesicht in unserer Hansestadt.

Karsten Paetzold



Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Verkehr | Di., 19.04.2011 - 22:05 Uhr | Seitenaufrufe: 231
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