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Oberbürgermeister gefährdet massiv den Theaterstandort Rostock

Rostock - Stadtmitte (spdf) • Mit der heutigen Ankündigung, das große Haus des Volkstheaters aus brandschutztechnischen Überlegungen zu schließen, gibt der Oberbürgermeister den Offenbarungseid in Sachen Theaterpolitik ab.
Nicht nur, dass im letzten Jahr bekannt wurde, dass das ihm unmittelbar zugeordnete Beteiligungscontrolling den Betrieb der Theater-GmbH nicht ordnungsgemäß begleitet hat. Es wurde auch nicht für die Aufstellung eines Wirtschaftsplans durch das Beteiligungscontrolling gesorgt, so dass die Bürgerschaft gezwungen war, annähernd eine Million Euro zusätzlich in die GmbH zu geben. Jetzt sind nicht einmal mehr die baulichen Voraussetzungen für einen normalen Spielbetrieb vorhanden. Dies ist nicht das Ergebnis überraschender Feststellungen in Sachen Brandschutz, sondern ist seit längerem bekannt.
SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Albrecht: „Für die Politik, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Volkstheaters, für die Besucherinnen und Besucher und für alle Rostockerinnen und Rostocker stellt sich hier die Frage, warum muss die Entscheidung zur Schließung so plötzlich und ohne Vorwarnung getroffen werden. Eine Fristsetzung zur Behebung der Mängel nach Vorliegen des Brandschutzgutachtens im Herbst 2010 wäre Warnung genug gewesen, um mit Nachdruck die festgestellten Mängel zu beseitigen oder einen Aktionsplan vorzubereiten.“
Gefehlt hat es auch nicht an einem Plan für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes, sondern schlicht an der Bereitstellung des dafür notwendigen Geldes im Haushalt. Nach derzeitigem Kenntnisstand  ist eine sechs bis siebenstellige Summe notwendig, um die provisorische Instandsetzung des Volkstheaters herzustellen.
Die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Anke Knitter dazu: „Dies alles spiegelt deutlich wider, dass der Oberbürgermeister nicht willens ist, trotz Vorlage des mittlerweile dritten Entwurfs für einen Haushaltsplan für das Jahr 2011 die in der Stadt notwendigen Aufgaben mit den dafür notwendigen finanziellen Mitteln zu versehen. Stattdessen werden immer wieder durch nichts untersetzte Ideen wie die Entwicklung eines von ihm sog. "Rostocker Ovals" in den Raum gestellt und damit Aktivität vorgetäuscht, während die vorhandenen Vermögenswerte der Stadt auf Verschleiß gefahren werden.“

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Politik | Fr., 16.01.1970 - 01:39 Uhr | Seitenaufrufe: 603
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