PRÄCHTIG VERMESSEN. Mecklenburg auf Karten 1600 bis 1800 vom 6. Februar bis 17. Mai / News / Seestadt Rostock
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PRÄCHTIG VERMESSEN. Mecklenburg auf Karten 1600 bis 1800 vom 6. Februar bis 17. Mai - Foto: Hansestadt Rostock
PRÄCHTIG VERMESSEN. Mecklenburg auf Karten 1600 bis 1800 vom 6. Februar bis 17. Mai - Foto: Hansestadt Rostock

PRÄCHTIG VERMESSEN. Mecklenburg auf Karten 1600 bis 1800 vom 6. Februar bis 17. Mai

Neue Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Rostock

Rostock-Stadtmitte (HRPS) • Das Kulturhistorische Museum Rostock präsentiert vom 6. Februar bis zum 17. Mai 2015 die neue Sonderausstellung "PRÄCHTIG VERMESSEN. Mecklenburg auf Karten 1600 bis 1800". Damit widmet sich das Museum anhand einer erstmals in dieser Breite gezeigten Auswahl historischer Mecklenburg-Landkarten aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert einem Thema der Geschichte des Landes Mecklenburg und der Geschichte der Kartografie in den vergangenen Jahrhunderten. Sie zeichnet die Entwicklung der Darstellung Mecklenburg auf gedruckten und handgezeichneten Karten von der Mitte des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts nach. Alte Landkarten zeigen das Land in seiner historischen Gestalt, spiegeln die Vorstellungen der Menschen über Lage, Ausdehnung und Gestalt von Gebieten und Landschaftsräumen wieder und verdeutlichen die Zunahme des geografischen Wissens. Bis heute faszinieren sie wegen ihres Alters, des oft aufwändigen Druckes, wegen ihrer Seltenheit und der Schönheit der Darstellungen und Dekorationen. Nicht nur als Zeugnisse der Entwicklung von Vermessung und Kartografie, des Status von Wissenschaft und Technik, sondern auch als Denkmäler der Landes- und Regionalgeschichte werden sie von Wissenschaftlern und privaten Sammlern hoch geschätzt.

Die Ausstellung vereint insgesamt 100 Objekte, darunter 70 faszinierende historische Landkarten, weiterhin historische Vermessungsinstrumente, Bücher und Funktionsmodelle von Messinstrumenten. Dabei umfasst die Exposition herausragende Einzelkarten sowie eindrucksvolle Karten aus Serien, aus Topografien und Atlanten. Sie bietet damit einen Blick auf ein historisches Land, seine Darstellung auf Landkarten, die Entwicklung der Landvermessung und des Kartenwesens in diesem norddeutschen Territorium in einem Zeitraum der rasanten Entwicklung des Mediums Landkarte, der Zunahme von geografischem Wissen sowie von Kenntnissen und Techniken in der Vermessung.
Den Auftakt und den ersten Höhepunkt der Ausstellung bildet die 1576 entstandene älteste im Original erhaltene topografische Karte von Mecklenburg, ein Werk des bedeutenden Kartografen Tilemann Stella.
Ebenso ist die 1622 geschaffene und das Bild Mecklenburgs rund 150 Jahre prägende Karte des Rostockers Johann Lauremberg Teil der Ausstellung.
Die bedeutenden Kartografen Gerhard Mercator, Willem Blaeu und Johannes Janssonius sind ebenso mit herausragenden Beispielen vertreten wie andere deutsche, niederländische, französische und italienische Karten des 17. und 18. Jahrhunderts. Ein weiterer Höhepunkt sind die beiden opulenten Kartenwerke der Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz des Grafen Friedrich Wilhelm Karl von Schmettau aus den 1780er Jahren. Sie stehen in wandfüllend in voller Größe eindrucksvoll am Ende der Ausstellung.

Historische Lehrbücher zur Geometrie und Landvermessung und originale Vermessungsinstrumente aus dem 17. und 18. Jahrhundert schlagen den Bogen in eine dynamische Zeit technischer Innovationen, in der sich die Methoden der Landvermessung, der Genauigkeitsanspruch und mit ihnen die benutzten Instrumente weitreichend veränderten. Historische Landkarten sind immer auch Dokumente der Geschichte. Da die historische Entwicklung eines Landes und seine Darstellung auf Karten eng mit einander verbunden sind, gibt die Ausstellung auch einen Abriss der Landesgeschichte Mecklenburgs unter dem Gesichtspunkt seiner territorialen Entwicklung im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog.

Die Ausstellung, die von Vorträgen, Gesprächen und Führungen begleitet wird, öffnet am 5. Februar 2015 um 17 Uhr.

Ulrich Kunze



Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Kunst & Kultur | Mo., 02.02.2015 - 14:46 Uhr | Seitenaufrufe: 47
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