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Hansestadt Rostock, IHK zu Rostock und Planungsverband Region Rostock fordern schnelle Bahnverbindung zwischen Rostock und Berlin

(HRPS) • Der Ausbau der Bahnstrecke Rostock – Berlin wird bis Mitte 2014 weitgehend abgeschlossen sein. Zirka 850 Millionen Euro wurden investiert. Züge könnten dann mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h und einer Reisezeit von weniger als zwei Stunden nach Berlin rollen. Doch daraus wird wohl erst mal nichts. "Das Land Mecklenburg-Vorpommern weigert sich, ein verbessertes Angebot zu bestellen", kritisiert Oberbürgermeister Roland Methling. "Die verbesserte Infrastruktur ermöglicht schnelle Verbindungen. Diese sollte es nun auch geben, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen: Die vielen Bahnkunden zurückzugewinnen, die bisher durch die lange Reisezeit verprellt wurden. Wir brauchen ein zusätzliches Schnellzugangebot, das den bisherigen Zwei-Stunden-Takt des Regional-Express zu einem Ein-Stunden-Takt ergänzt", sagt Claus Ruhe Madsen, Präsident der IHK zu Rostock. Doch statt sich aktiv um die Angebotsverbesserung zu kümmern, will das Land sogar weitere Züge auf der Linie Rostock – Berlin streichen. Ab 2015 soll der Warnemünde-Express ersatzlos entfallen. "Das können wir nicht akzeptieren", meint Methling.

"Ein deutlicher Schwerpunkt für das Land Mecklenburg-Vorpommern muss auf die Entwicklung schneller und attraktiver Verbindungen auf den Hauptachsen im Bahnverkehr gelegt werden, um eine gute Erreichbarkeit unseres Bundeslandes z.B. auch für den Tourismus-, Berufspendler- und Geschäftsreiseverkehr sicherzustellen. Für die Regiopol- und Tourismusregion Rostock ist ein gutes Angebot auf den Hauptachsen Hamburg – Schwerin – Rostock –  Stralsund und Rostock – Berlin ein entscheidender Standortfaktor und wichtige Grundlage für die weitere positive Entwicklung. Nur wenn es gelingt, die Nachfrage auf der Strecke Rostock – Berlin durch ein gutes Angebot wieder signifikant zu steigern, könnte längerfristig die Perspektive eröffnet werden, wieder zusätzliche Fernverkehrszüge zu generieren", machen Roland Methling und Claus Ruhe Madsen die Anforderung seitens der Region und der Wirtschaft deutlich. "Wir erwarten, dass sich das Land zu seiner Verantwortung bekennt und fordern die Landesregierung auf, ein Konzept für eine attraktive Bahnverbindung  Rostock – Berlin zu erstellen." Dazu könnte ggf. ein externer Gutachter hinzugezogen werden. Von zentraler Bedeutung sei eine Potenzialanalyse, die Möglichkeiten einer langfristigen Nachfrageentwicklung bei einem deutlich verbesserten Angebot aufzeigt", so die gemeinsame Forderung der Hansestadt Rostock, der IHK zu Rostock und des Planungsverbands Region Rostock in einem Schreiben an Landesverkehrsminister Christian Pegel. Die Region Rostock wartet nun auf ein Gesprächsangebot aus Schwerin.

Ulrich Kunze



Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Verkehr | Mo., 07.04.2014 - 10:00 Uhr | Seitenaufrufe: 24
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