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Kulturhistorisches Museum zeigt „Manfred Zoller. Stadtbilder. Frühe Arbeiten aus der Rostocker Zeit“

Rostock - Stadtmitte (hrps) • Stadtansichten aus Rostock stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die vom 25. September 2010 bis 10. Februar 2011 im  Kulturhistorischen Museum Rostock gezeigt wird. Die Exposition widmet sich der jüngeren Geschichte der traditionsreichen Hansestadt  mit einem sehr persönlichen Blick des ehemals in Rostock ansässigen Malers und Hochschullehrers Professor Manfred Zoller, dessen künstlerischer Weg in der Hansestadt begann. Bedeutende Arbeiten der frühen Jahre sind hier entstanden.
Im Zentrum seines Blickes auf die Stadt sind nicht die für Touristen so anziehenden Bauwerke und Gebäudeensembles zu finden, sondern vielfach unspektakuläre Bildmotive wie Straßen und Plätze in Stadtgebieten, deren Gesicht durch das 19. Jahrhundert geprägt wurde. Zoller versteht es, grauen Häuserfluchten wunderbare Farbigkeit zu entlocken und baulich-räumliche Zusammenhänge in klaren Bildstrukturen kompositorisch zu ordnen.
Zunächst war Zeichnen und Malen für den ausgebildeten Mediziner Freizeitbeschäftigung. Bald jedoch erkannte Zoller seine wahre Berufung. Dazu verhalfen ihm wichtige Anregungen des Malers Johannes Müller. Der künstlerische Weg Manfred Zollers begann in Rostock, erfolgte doch hier der Übergang vom Mediziner zum Künstler. Schon während des Medizinstudiums 1969 bis 1979 und der mehrjährigen Tätigkeit am Anatomischen Institut der Universität Rostock widmete er sich seiner intensiven künstlerischen Tätigkeit. Zoller erfuhr Anregungen durch Johannes Müller. 1979 entschloss er sich zur freiberuflichen Arbeit als
Maler und Grafiker. Zwischen 1980 1983 war er Meisterschüler bei Gerhard Kettner an der Hochschule der Bildenden Künste Dresden. In Dresden leitete Manfred Zoller von 1985 bis 1990 die Abteilung Künstleranatomie und wechselte 1993 an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo er 1993 zum Professor berufen wurde. Sein Lehrbuch „Gestalt und Anatomie“ vermittelte vielen Künstlern
Verständnis anatomischer Bedingungen. Mehrere Gastprofessuren an verschiedenen deutschen und ausländischen Kunsthochschulen folgten ab 2008.
Bis heute sieht Manfred Zoller seine künstlerischen Wurzeln in Rostock. Insbesondere die Auseinandersetzung mit der Stadtlandschaft Rostocks hat ihn geprägt. Gemälde aus dem Besitz des Künstlers sowie aus dem Kulturhistorischen Museum, der Kunsthalle und von privaten Leihgebern zeigen individuelle Wahrnehmungen des Künstlers als Rückblick auf ein Stück Rostocker Geschichte.
Die Ausstellung „Manfred Zoller. Stadtbilder - Frühe Arbeiten aus der Rostocker Zeit“ vereint eine Auswahl, die  „geprägt durch eine sehr persönliche Stimmungs- und Gemütslage (ist)“, wie es der Künstler Johannes Müller ausdrückte. Sie sind Zeugnis der Arbeit und des Wirkens Manfred Zollers in seiner Rostocker Zeit. Zugleich vermitteln sie einen Blick auf Rostock und die Landschaft der Hansestadt.
Das Kulturhistorische Museum hat Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Kunst & Kultur | Di., 21.09.2010 - 18:54 Uhr | Seitenaufrufe: 141
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