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Baustart für 180 Wohnungen auf der Holzhalbinsel in Rostock

Rudolph: Attraktivität des Landes wächst stetig

Rostock-Stadtmitte (MWBT) • Auftakt für die Bauarbeiten auf der Rostocker Holzhalbinsel: Mit einem symbolischen Segelhissen wurde am Freitag in der Hansestadt der Baubeginn für 180 Wohnungen im Stadthafen begangen. "Zur Vielfalt urbanen Lebens gehören unterschiedliche Wohnformen, sei es im Eigentum oder zur Miete. Auf der Holzhalbinsel entstehen in erster Wohnlage neue Mietwohnungen. Im engen Schulterschluss zur Hansestadt Rostock unterstützt das Wirtschaftsministerium spürbar die Entwicklung Rostocks zu einer weiter prosperierenden, modernen Stadt. Die Attraktivität des Landes wächst stetig", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Region um den Stadthafen Rostock durch Infrastrukturförderung des Wirtschaftsministeriums für Wohnbebauung vorbereitet

Das Wirtschafts- und Bauministerium hat die Entwicklung des Geländes rund um den Stadthafen seit 1990 aus Mitteln der "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) bei Gesamtinvestitionen in Höhe von 33,67 Millionen Euro mit rund 29 Millionen Euro unterstützt. Zu den Quartiersentwicklungs-Maßnahmen gehörten unter anderem der Anleger Kabutzenhof, die Erneuerung des Christinenhafens, die Neugestaltung der Uferpromenade im Gebiet "Ehemalige Neptunwerft", öffentliche WC-Anlagen und die Erneuerung der Kaianlagen Silohalbinsel. "Ich freue mich, dass die infrastrukturellen Vorleistungen des Wirtschaftsministeriums Früchte tragen. Jetzt entsteht mit den geplanten Neubaumaßnahmen ein dynamisches Wohnquartier", betonte Rudolph.

WIRO leistet Anteil zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes

Bis zum Jahr 2017 sollen nach Angaben des Bauherrn WIRO (Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH) auf einer Fläche von etwa 13.370 Quadratmetern in fünf Gebäuden 180 Wohnungen von 55 bis 135 Quadratmeter Größe entstehen. Einzugstermin für die ersten Mieter ist im Frühjahr 2018. Die Architektur der Gebäude ist dem maritimen Umfeld angepasst - beispielsweise über eine geschwungene Dachlandschaft, die an vom Wind geformte Küsten und Felsen erinnert. Rund 52 Millionen Euro will die WIRO am Standort investieren. "Die WIRO leistet engagiert ihren Anteil zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung im Land. In diesem Jahr plant die WIRO rund 33 Millionen Euro Investitionen für Modernisierungen und Instandsetzungen in Bestands- und Neubauwohnungen. Neben der Verschönerung des Wohnraums bilden diese Investitionen einen weiteren positiven Effekt "- sie geben wichtige Impulse für die Bauwirtschaft", betonte Rudolph.

Bauwirtschaft im Land profitiert vom Wohnungsbau

"Mit der Belebung der Holzhalbinsel entstehen nicht nur neue Wohnungen, es werden auch Arbeitsplätze im Baugewerbe gesichert. Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft trägt durch die von ihr initiierten Bau- und Sanierungsmaßnahmen zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung im Land erheblich bei", betonte Rudolph. Nach Angaben des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.erwirtschafteten die knapp 16.000 Beschäftigtenim Jahr 2014 einen Umsatz in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro - etwa 300 Millionen mehr als im Vorjahr. Dies sei vorrangig durch den Wohnungsbau entstanden, der um knapp 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sei.

Wohnraum- und Städtebauförderung in Rostock

Seit 1991 befindet sich die Hansestadt in den Programmen der Städtebauförderung. Bis einschließlich 2015 wurden insgesamt rund 200 Millionen Euro Förderung für neun städtebauliche Gesamtmaßnahmen und Fördergebiete bereitgestellt. Aus dem "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) erhielt Rostock seit dem Jahr 2000 bis 2013 rund 12,5 Millionen Euro Unterstützung. Damit wurden unter anderem die Neue Warnowstraße, die Freiflächengestaltung Warnowuferkante und der Umbau der Großen Stadtschule zum Musikschulzentrum realisiert. Seit dem Jahr 2009 wurden für die Modernisierung und Instandsetzung von 516 Wohnungen insgesamt knapp 2,4 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung zur Verfügung gestellt, davon knapp 1,3 Millionen Euro für die Nachrüstung von 29 Personenaufzügen.

Informationen zur WIRO (Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH)

Zum 31. Dezember 2014 bewirtschaftete die WIRO nach eigenen Angaben 35.604 eigene Wohnungen (Vorjahr: 35.644) sowie 623 Gewerbeflächen (Vorjahr: 627) und 9.316 Garagen/Stellplätze (Vorjahr: 9.259). Etwa 70.000 Mieter weist das Unternehmen aus. Weitere Geschäftsfelder sind die Fremdverwaltung sowie die Verwaltung von Wohnungseigentum.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Stadt | Sa., 17.01.1970 - 15:41 Uhr | Seitenaufrufe: 133
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