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Im Jugendwerkhof bei Rostock fuhr Robby Basler schwere Gewalt. Nach Ende der DDR begegnete er seinem Erzieher wieder. Heute sind die beiden Freunde – dabei haben sie noch nie über die Nacht geredet, in der Robby beinahe umgebracht wurde. Bis jetzt.
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Bio-Erleben als Schaufenster für den ökologischen Landbau

Rostock (MLUV) • Der Bio-Erlebentag am Meer lädt zum 10. Mal auf die Warnemünder Promenade ein. Landwirte, Verbände des ökologischen Landbaus, Unternehmen der Ernährungswirtschaft kommen nach Rostock, um einen Einblick in die Wirtschaftsweise des ökologischen Landbaus und in die Vielfalt der Produkte zu geben. „Hier hat man die Gelegenheit, auch die hinter den Produkten stehenden Menschen einmal persönlich kennenzulernen und etwas über ihre Regionen zu erfahren. Denn Transparenz schafft Vertrauen und die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wesentlicher Stützpfeiler für eine erfolgreiche Entwicklung des ökologischen Landbaus“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, während der Eröffnung.
Mecklenburg-Vorpommern gehört beim ökologischen Landbau unbestritten zu den führenden Bundesländern und liegt im Deutschlandvergleich beim Anteil der Flächen auf dem dritten Platz. In M-V sind heute 1057 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft entsprechend der EG-Ökoverordnung zertifiziert. 717 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften ca. 118.070 ha Landwirtschaftsfläche ökologisch (knapp 9 %). Zum Vergleich: der Bundesdurchschnitt lag Ende 2013 bei ca. 6,4 %.
Gleichzeitig ist ein deutschlandweiter Trend zu verzeichnen, dass es vermehrt zu Rückumstellungen von bio zu konventionell erfolgt. In M-V ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche um ca. 6.800 ha zurückgegangen. „Das ist bitter, doch die Ursachen sind vielschichtig. So befürchten viele Landwirte nicht mehr praktikable und zu strenge Vorschriften nach der Revision der EU-Bio-Verordnung, die die rechtliche Grundlage des ökologischen Landbaus darstellt. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass der ökologische Landbau machbar bleibt“, so der Minister.
Ein weiterer Grund liegt im Preisdruck durch den Lebensmitteleinzelhandel. „Man muss sich von der romantischen Idee loslösen, dass Bio-Landwirtschaft nicht nach den Gesetzen der Marktwirtschaft handeln muss. Jeder Landwirt muss am Ende auch zusehen, dass sich die Arbeit wirtschaftlich lohnt. Doch während der Umsatz mit Bio-Produkten im letzten Jahr um knapp eine halbe Milliarde Euro gestiegen ist, werden die Gewinne an die Produzenten nicht anteilig weitergereicht“, hob Dr. Backhaus hervor.
Ein weiterer Grund ist, dass während in der konventionellen Landwirtschaft in den letzten Jahren kontinuierliche Ertrags- und Leistungssteigerungen verzeichnet werden konnten, ist dies im ökologischen Landbau kaum der Fall. In Kombination mit der deutlich kleiner gewordenen Spreizung der Erzeugerpreise zwischen konventionell und ökologisch hat dies Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des ökologischen Landbaus. „Deshalb bedarf es weiterer Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung einer konkurrenzfähigen, marktgerechten Erzeugung im ökologischen Landbau. Die Landesregierung reagiert daher auf diese Entwicklungen und erhöht die Förderung des ökologischen Landbaus von 135 Mio. Euro auf 168 Mio. Euro. Außerdem wird über das Agrarinvestitionsförderprogramm zukünftig für Bio-Betriebe ein Zuschuss von bis zu 40 % gewährt werden“, betonte der Minister.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Umwelt & Natur | Sa., 17.01.1970 - 08:31 Uhr | Seitenaufrufe: 158
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