Klimawandel und Küstenschutz in M-V / News / Seestadt Rostock
Besuche HRO-News.de auf facebook
 

Wetter

News

Top 7 - Meist gelesene News
„Ist es uns wert“: Fußball-Fans aus MV zahlen 7000 Euro pro Person für WM-Spiele des DFB-Teams - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Hans-Jürgen Kowalzik und Ewald Keinert aus dem Landkreis Rostock sind dicke Freunde und gemeinsam Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Mit Glück erhielten sie auf den letzten Drücker noch Tickets und können jetzt die gesamte Vorrunde des DFB-Teams im Stadion erleben. Doch das hat seinen Preis.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Do., 09:18 Uhr
50 Euro im Monat für jeden: Rostock belohnt Rathausmitarbeiter trotz 60-Millionen-Minus - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Der Tarifvertrag verpflichtet Kommunen, Mitarbeitern sogenannte Leistungsentgelte zu zahlen. In Rostock gab es die bisher für besonders gute Arbeit. Künftig aber soll jeder Mitarbeiter monatlich Geld bekommen. Über das „Wie“ gibt es jetzt aber Streit mit der größten Bank des Landes.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Do., 08:49 Uhr
Unternehmer des Jahres geehrt + Rostocker fordern Verlängerung des Tankrabatts + Entscheidender Zeuge im Fabian-Prozess - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Die Stadt Rostock hat am Donnerstagabend (11. Juni) die Unternehmer des Jahres geehrt. Die Auszeichnungen wurden in insgesamt fünf Kategorien verliehen.Alle Infos dazu hat Ihnen mein Kollege Alexander...
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Fr., 05:04 Uhr
Rostock: Autofahrerin missachtet Vorfahrt - Mopedfahrer bei Unfall verletzt - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
In Rostock-Lichtenhagen sind am Mittwoch ein Auto und ein Moped kollidiert. Die Pkw-Fahrerin hatte beim Linksabbiegen die Vorfahrt des entgegenkommenden Kleinkraftrades missachtet. Dessen Fahrer wurde verletzt.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Do., 10:03 Uhr
Cocktails und Essen am Wasser: Gastronom eröffnet Lokal am Warnow-Hotel Rostock - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Top-Ausblick und Urlaubsflair: Vor dem „Hotel Warnow“ bietet Christian Schlaack Kaffee, Cocktails und Imbiss an. Was das kostet, wie es für den Unternehmer in Doberan, Kühlungsborn und Warnemünde weitergeht – und warum gute Lage allein für Restaurants nicht ausreicht.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Fr., 04:35 Uhr
Häusliche Gewalt in Rostock – wie eine 69-Jährige nach 12 Jahren den Ausweg fand - Bild: OSTSEE-ZEITUNG
Die 69‑jährige Frau lebt seit 1994 in Deutschland. Doch als ihr Ex-Freund 2013 aufhört, zu arbeiten, eskaliert es immer öfter in der kleinen Wohnung. Maria Tavares filmte die Gewaltausbrüche ihres ehemaligen Partners sogar und wandte sich ans Rostocker Frauenhaus.
Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Fr., 04:04 Uhr
Rathaus | Foto: Fotoagentur nordlicht/Hansestadt Rostock
Rostock-Warnemünde (HRPS) - Verdienstvolle Unternehmerinnen und Unternehmer wurden heute (am Donnerstag, 11. Juni 2026) während einer Festveranstaltung anlässlich der 28. Unternehmerehrung der Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock im Rathaus geehrt. Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger unterstrich in ihrer...
Quelle: HRO-News.de | Do., 17:05 Uhr

Klimawandel und Küstenschutz in M-V

Neue Bemessungsverfahren für Küstenschutzanlagen in Vorbereitung

Rostock (StALU MM) • In der kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V vom 16. August 2011 wurde über die Abstimmung der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zur einheitlichen Berücksichtigung des verstärkten Meeresspiegelanstiegs bei künftig zu verstärkenden Küstenschutzanlagen an der Ostsee mit einem Zuschlag von 50 Zentimetern informiert.

Was bedeutet das konkret für die Küstenschutzanlagen im Amtsbereich des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM)?

Die Umsetzung der EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und die Berücksichtigung des verstärkten Meeresspiegelanstiegs infolge des Klimawandels erfordern eine schlüssige Argumentation bezüglich des Verfahrens zur Bemessung der Küstenschutzanlagen für die gesamte deutsche Ostseeküste. Es ist daher erforderlich, einheitliche Bemessungsgrundsätze nach einem einheitlichen Vorgehen für die Ostseeküstenländer zu verwenden.

Das beinhaltet vor allem die Abkehr von dem derzeitig gültigen Bemessungsverfahren, nachdem der Scheitelwert des größten Sturmflutereignisses (1872, 1913) verwendet wird, hin zu einer Extremwertestatistik mit einer festgelegten 200-jährigen Eintrittswahrschein-lichkeit einer sehr schweren Sturmflut.

Die Berücksichtigung der klimawandelinduzierten Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs von 0,5 Metern ergibt sich aus dem Stand wissenschaftlicher Untersuchungen zum globalen Trend des Anstieges, der im vierten Sachstandbericht des IPCC, dem zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen der Vereinten Nationen, dargestellt wurde, sowie in Anlehnung an das für das Land Niedersachsen geltende Vorsorgemaß für Küstenschutzmaßnahmen an der Nordsee, Dieses Vorsorgemaß wird durch einen Wert von 0,5 Metern in 100 Jahren repräsentiert. Für die Küsten in Schleswig-Holstein wird der gleiche Wert verwendet.

Somit ergibt sich der Bemessungshochwasserstand (BHW) aus einem Sturmflutereignis, das im statistischen Mittel einmal in 200 Jahren auftritt (HW 200) zuzüglich 0,5 Metern Meeresspiegelanstieg.

Das auf dieser Basis erarbeitete künftige Bemessungsverfahren für die Küstenschutzanlagen an der gesamtdeutschen Ostseeküste bedarf noch der abschließenden Abstimmung zwischen den Ländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Unter Berücksichtigung dieser Vorgehensweise ergibt sich im Amtsbereich des StALU MM eine mögliche geringfügige Reduzierung des Bemessungswasserstandes für die Errichtung von Küstenschutzanlagen für die Außenküste vor Rostock von 2,95 m Normalhöhenniveau (NHN) – dem amtlichen Höhenbezugsniveau des Landes M-V - auf 2,80 m NHN und für den Küstenbereich Graal-Müritz eine Reduzierung von derzeit 2,90 m NHN auf 2,80 m NHN. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass die absoluten Pegelstände, die bei der Sturmflut 1872 erreicht wurden, sicher durch die vorhandenen sowie künftigen Küstenschutzanlagen gekehrt werden können.

Generell ist aber auch darauf hinzuweisen, dass besondere meteorologische und hydrologische Konstellationen sowohl an der Außen- als auch an der Binnenküste jederzeit extremere Ereignisse als die dem BHW zugrunde liegende Extremwertstatistik bedingen können. Das Eintreten derartiger Ereignisse ist physikalisch möglich und historisch auch belegt mit der verheerenden Sturmflut vom 12./13. November 1872 bzw. der Sturmflut von 1625, bei der Wasserstände lokal über 3 Meter über damaligem Mittelwasser erreicht wurden. Der BHW stellt somit nur ein konkret definiertes Sicherheitsniveau dar und bietet keine 100 %ige Sicherheit vor dem Überschreiten der definierten Belastungssituation.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Natur & Umwelt | Fr., 16.01.1970 - 06:06 Uhr | Seitenaufrufe: 243
« zurück zur News-Übersicht
Sie möchten auch Ihre Pressemitteilungen hier veröffentlichen? Dann senden Sie diese bitte an presse «at» hro-news.de.
Wir behalten uns das Recht vor, bestimmte Mitteilungen ohne Angaben von Gründen nicht zu veröffentlichen.
www.seestadt-rostock.de - Copyright 2026