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Medizintechikunternehmen CORTRONIK baut Standort deutlich aus
Glawe: Unternehmenserweiterung sichert 187 Arbeitsplätze und schafft 23 neue Jobs
Rostock • Am Freitag ist in Rostock-Warnemünde der Erweiterungsbau des Medizintechnik-Unternehmens CORTRONIK eröffnet worden. "Erfolg braucht Platz, denn seit seiner Gründung im Jahre 1998 mit drei Mitarbeitern ist das Unternehmen beständig gewachsen. Jetzt werden mit der Erweiterung 187 bestehende Arbeitsplätze gesichert und 23 neue Jobs geschaffen. Das Unternehmen hat sich zu einem international führenden Spezialisten für medizinische Gefäßstützen für das Herz-Kreislaufsystem entwickelt", betonte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. "Die Erweiterung ist auch ein Beleg für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern."

Stentproduktion aus MV ist international gefragt

Mit dem fertiggestellten Anbau entstanden auf insgesamt rund 2.200 Quadratmeter Räume für die Produktion (rund 800 Quadratmeter), Technik, Lager und Schleusen (rund 800 Quadratmeter) sowie Büro- und Sozialräume (insgesamt rund 550 Quadratmeter). Zusätzlich wurde in die Maschinentechnik investiert. In einem zweiten Schritt sind der Aufbau und die Erweiterung von Fertigungslinien, unter anderem mit einer automatisierten Endreinigungsstrecke und vollautomatischer Stentinspektion, sowie weitere Investitionen in Labor-, Prüf- und Sicherheitstechnik geplant. "Um auf wachsenden, internationalen Märkten langfristig bestehen und in weitere Märkte wie zum Beispiel die USA, Japan und China expandieren zu können, benötigt es nicht nur entsprechendes Wissen, sondern auch eine treibende Innovationskraft. CORTRONIK hat sich beste Voraussetzungen und Möglichkeiten geschaffen, seinen technologischen Vorsprung noch weiter auszubauen und investiert in die Erhöhung der Produktionskapazität, der Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur sowie den Aufbau von weiteren Prüf- und Testständen", betonte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Produktions- und Kapazitätserweiterung

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Investitionsvorhaben in Höhe von insgesamt 30,7 Millionen Euro aus dem Programm der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) mit Mitteln in Höhe von insgesamt rund 7,6 Millionen Euro.

Forschung und Entwicklung im Verbund

CORTRONIK ist auch im Rahmen der Verbundforschung aktiv, setzt gemeinsame Projekte mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen um. "Auf diese Weise können marktfähige Produkte entstehen, die in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur erforscht, sondern auch produziert werden", sagte Glawe. Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Rostock, der Universitätsmedizin Greifswald, der Hochschule Wismar, der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt MV GmbH (SLV) und dem Institut für ImplantatTechnologien und Biomaterialien e.V (IIB) entwickelt die CORTRONIK GmbH unter dem Projektnamen "Thera Nova" neue Stents, die sich, nachdem sie beim geschädigten Gefäß eine vorübergehende Stützfunktion übernommen haben, von selbst abbauen, wenn das Gefäß gekräftigt ist. Weitere Schwerpunkte des umfangreichen Projekts liegen in der Entwicklung spezieller Fertigungsverfahren und Prüfmethoden.

Zum Unternehmen CORTRONIK GmbH

Das medizin-technische Unternehmen CORTRONIK wurde im Dezember 1998 mit 3 Mitarbeitern gegründet. Seit November 2000 befindet es sich in der heutigen Betriebsstätte in der Friedrich-Barnewitz-Straße 4a. Es wurden nach und nach Produktionsprozesse entwickelt und errichtet sowie Kapazitäten geschaffen, um zugleich Entwicklung und Forschung vor Ort zu etablieren. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der BIOTRONIK GmbH Berlin. BIOTRONIK ist einer der führenden europäischen Hersteller unter anderem von Herzschrittmachern, der auf allen wichtigen Märkten der Welt präsent ist. Innerhalb der BIOTRONIK-Gruppe ist CORTRONIK das Kompetenzzentrum für dieEntwicklung und Produktion von Stents, also gefäßstützenden Röhrchen, welche in der Medizin Anwendung finden. CORTRONIK arbeitet in der Forschung sehr eng mit den Forschungsinstituten im Land, insbesondere mit der Universität Rostock, zusammen.
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Wirtschaft | Fr., 28.11.2014 10:01 Uhr | Seitenaufrufe: 49
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