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Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Fr., 04:04 Uhr

Öffentlicher Aktionstag am 17. November zu Depression

Rostock-Südstadt (HRPS) • Zu einem öffentlichen Aktionstag zum Thema Depression sind alle Interessenten am 17. November 2015 in das Klinikum Südstadt eingeladen, teilt das Gesundheitsamt der Hansestadt Rostock mit.
Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Lustlosigkeit, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Magenprobleme. Das sind nur einige der häufigsten Anzeichen für eine Depression -  eine Erkrankung,  die immer noch allzu häufig verschwiegen oder übersehen wird und nicht selten zu Selbstmordgedanken führt. Das ist besonders tragisch, wenn man weiß, dass eine Depression behandelbar ist, wenn sie rechtzeitig erkannt wird und der Betroffene entsprechende Hilfsangebote aufsucht. Viele erkennen selbst nicht, dass sie unter einer Depression leiden, sondern glauben, körperlich erkrankt zu sein. Andere trauen sich aus Scham und Angst vor Stigmatisierung  nicht, zum Beispiel einen Facharzt zu aufzusuchen.

Das Thema Depression wird von der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen und aus Unkenntnis oft missverstanden. Häufig wird dem Betroffenen selbst die Schuld für sein Leiden gegeben ("Der sollte sich zusammenreißen"). Aber genau so wenig wie Diabetes oder Bluthochdruck ist eine Depression Ausdruck persönlichen Versagens, sondern eine Erkrankung, die jeden treffen kann - unabhängig von Beruf, Alter und sozialem Stand.
Schätzungen zu Folge leiden ca. fünf Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression. Der Mehrzahl der Betroffenen könnte durch spezielle therapeutische Angebote erfolgreich geholfen werden.
Obwohl die Auslöser für eine Depression bei jedem Menschen sehr unterschiedlich sein können, spielen nach heutigem Stand der Wissenschaft immer äußere Lebensumstände so genannte psychosoziale Belastungssituationen und innere biologisch-körperliche Faktoren wie zum Beispiel hormonelle  Veränderungen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Erkrankung. Deshalb ist eine rechtzeitige professionelle Unterstützung  durch einen Arzt und oder Psychotherapeuten außerordentlich wichtig.

In Rostock gibt es seit 2004 ein Verbundsystem, mit dem sich Ärzte und Gesundheitsberater der Region einer bundesweiten Aktion unter dem Namen "Bündnis gegen Depression" angeschlossen haben. Ziel dieses Bündnisses ist es, das Wissen der Öffentlichkeit um die Erkrankung Depression und ihrer Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Das Rostocker Bündnis führte bereits mehrere Veranstaltungen zu diesem Thema durch. Für den öffentlichen Aktionstag am 17. November 2015  wurde das Thema "Depression und Arbeit - Kann Arbeit krank machen?" ausgewählt.
Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner sind um 19 Uhr in den Hörsaal des Südstadtklinikums eingeladen. Nach der Eröffnung durch die Vorsitzende des Rostocker Bündnisses gegen Depression Dr. Regina Mau wird der Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Hansestadt Rostock Dr. Thomas Leyk das Bündnis vorstellen. Die Ärztliche Direktorin der MEDIAN Klinik Heiligendamm  und Chefärztin der Abteilung für Psychosomatik Dr. Kerstin  Birke wird in einem Vortrag das Thema "Depression und Arbeit – Kann Arbeit krankmachen?" vorstellen. An der anschließenden Diskussion können sich alle Interessenten beteiligen.
Musikalische Darbietungen und Theaterbeiträge runden den Abend ab. Der Eintritt ist frei.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Sa., 17.01.1970 - 18:59 Uhr | Seitenaufrufe: 136
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