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Quelle: OSTSEE-ZEITUNG | Mi., 04:31 Uhr

Erster Schritt für Archäologisches Landesmuseum eingeleitet

Minister Brodkorb: Lehrstuhlinhaber für Ur- und Frühgeschichte wird auch wissenschaftlicher Leiter des Museums

Rostock (MBWK) • Das Land und die Universität Rostock haben die Verhandlungen zur Wiedereinrichtung eines Studiengangs für Ur- und Frühgeschichte in diesen Tagen abgeschlossen. Für Studierende wird das Erlangen von Bachelor- und Masterabschlüssen möglich sein. Das Land finanziert die Einrichtung des neuen Lehrstuhls mit einmalig 1,5 Mio. Euro. Die Universität Rostock hat das Startkapital bereits erhalten. Der Lehrstuhlinhaber soll zugleich wissenschaftlicher Leiter eines Archäologischen Landesmuseums werden."Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Ländern mit besonders reichhaltigen archäologischen Funden. Das belegen unter anderem die Ausgrabungen im Tollensetal oder jüngst im Innenhof des Schweriner Schlosses", betonte Wissenschafts- und Kulturminister Mathias Brodkorb. "Die Wiedereinrichtung dieses Lehrstuhls ist ein wissenschaftspolitischer und kulturpolitischer Meilenstein, weil künftig wieder mit höchster wissenschaftlicher Expertise die Erforschung der bedeutenden archäologischen Kulturgüter des Landes möglich sein wird, die international und national auf größtes Interesse stoßen", so Brodkorb. Es sei seinerzeit ein schwerer Fehler gewesen, den Studiengang Ur- und Frühgeschichte abzuschaffen."Ich freue mich, dass wir die Verhandlungen erfolgreich abschließen konnten und sich das Studienangebot an der Universität Rostock in einem für das Land so wichtigen Bereich erweitert", sagte der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck.Der Lehrstuhl an der Universität Rostock wird mit einer W3-Professur ausgestattet. Ein Schwerpunkt in der Forschung wird das archäologische Kulturerbe des Landes sein. "Die Ausschreibung für die Professur wird voraussichtlich im Jahr 2014 erfolgen. Ich gehe davon aus, dass der Lehrstuhl durch die Universität Rostock noch im Jahr 2015 besetzt werden kann. Als eine seiner ersten Aufgaben soll der Lehrstuhlinhaber ein Konzept für ein Archäologisches Landesmuseum erstellen. Diese Arbeit wird nach heutigem Kenntnisstand mindestens zwei Jahre umfassen", sagte Wissenschafts- und Kulturminister Mathias Brodkorb. "Eine abschließende Entscheidung zum Archäologischen Landesmuseum kann daher frühestens im Jahr 2018 getroffen werden, da ohne ein fundiertes wissenschaftliches Konzept ein Museum weder errichtet noch betrieben werden kann. Eine Kernfrage ist, ob die bisherigen dezentralen Präsentationen fortgeführt oder ein zentraler Ausstellungsstandort geschaffen werden soll. Unseren Stufenplan zur Sicherung und Präsentation der archäologischen Funde im Land arbeiten wir konsequent ab", so Brodkorb.Das neue Fach Ur- und Frühgeschichte wird am Heinrich-Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften (HSI) an der Universität Rostock angesiedelt. Dort sind auch die Fächer Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Latinistik und Gräzistik beheimatet. Die Einrichtung eines Bachelor- und Masterstudiengangs soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgen. "Der Standort Rostock ist besonders gut geeignet, weil dort neben den altertumswissenschaftlichen Fächern auch naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Fächer beheimatet sind. Das schafft Synergien für interdisziplinäre ur- und frühgeschichtliche Forschung auf höchstem Niveau", sagte Minister Brodkorb.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Bildung | Sa., 17.01.1970 - 09:26 Uhr | Seitenaufrufe: 224
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