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Wirtschaftsminister eröffnet jobfactory - Mobile Berufsinformation norddeutscher Metallarbeitgeber vorgestellt – Durchstarten in MV wirbt vor Ort

Glawe: Messe ist Wirtschaftstreffpunkt für Lehrstellen

Rostock-Schmarl (MWBT) • Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag in Rostock die 18. Ausbildungsmesse "jobfactory" eröffnet. "Die Messe hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftstreffpunkt für Lehrstellen von heimischen Unternehmen und für Ausbildungsinteressierte in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Der Kontakt zwischen potentiellen Auszubildenden und Firmen ist nirgends besser als auf einer Messe. Die jobfactory hat sich dabei zu einem Publikumsmagneten weit über die Grenzen Rostocks hinaus entwickelt", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag vor Ort. Die Messe findet erstmals an zwei Tagen statt. Nach Angaben der Veranstalter der jobfactory präsentieren sich 146 Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Vereine auf fast 6.000 Quadratmetern in der HanseMesse Rostock.

Mobile Berufsinformation wirbt für Metall- und Elektroindustrie

Vor Ort hat Wirtschaftsminister gemeinsam mit Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch den Startschuss für die mobile Berufsinformation der norddeutschen Metallarbeitgeber gegeben. Der imposante, zweigeschossige Sattelschlepper enthält Informationen zur Branche auf insgesamt 80 Quadratmetern. Mit dem Truck werden die Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord an Schulen und auf Veranstaltungen um Nachwuchs für die Metall- und Elektroindustrie werben. "Freie Fahrt für Ausbildung! Wir müssen neue Wege finden, um junge Menschen noch direkter zu erreichen. Was nützen Ausbildungsplätze, wenn zu wenige Schüler wissen, dass es diese auch bei uns im Land gibt? Die mobile Berufsinformation ist dabei eine hervorragende Idee, um noch stärker auf Ausbildungsmöglichkeiten der Branche insgesamt aufmerksam zu machen", betonte Wirtschaftsminister Harry Glawe vor Ort.

 "Mit unserem hochmodernen Infotruck setzen wir Maßstäbe in jugendgerechter Berufsinformation. Die Schüler im Norden sollen wissen: Die Metall- und Elektroindustrie als Herz der Wirtschaft bietet eine der besten Berufsausbildungen der Welt", so Nordmetall-Präsident Lambusch. Die Trucks sollten dafür sorgen, dass die angebotenen Ausbildungsplätze auch in Zukunft besetzt werden können. Zehn Prozent blieben zuletzt bundesweit unbesetzt. Auch mehr Mädchen müssten für technische Berufe gewonnen werden: "Immerhin sind bei männlichen Azubis unter den fünf beliebtesten Berufen drei technische. Bei jungen Frauen rangiert der erste M+E-Beruf jedoch auf Platz 43‘", so Lambusch.

Das gemeinsam von Bildungs- und Technikexperten entwickelte Raum- und Lernkonzept erfüllt alle Erwartungen der Schulen an moderne Berufsinformation", so Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer von Nordmetall und AGV Nord. Per Hydraulik kann das Fahrzeug eine zweite Etage hochfahren. Auf den beiden Ebenen finden sich Experimentierstationen, Multimedia-Wände und Arbeitsplätze, wie sie in der M+E-Branche typisch sind. Hier können die Jugendlichen die Faszination der Technik mit eigenen Händen begreifen. Sie können an einer computergesteuerten Maschine selbst ein Werkstück aus Metall fräsen oder mithilfe einer intelligenten IT-Steuerung ausprobieren, wie man die Wartezeit vor Aufzügen reduziert. Außerdem gibt es eine Weltneuheit: ein 1,5 Quadratmeter großer Multi-Touch-Table für bis zu sechs Nutzer gleichzeitig, auf dem die Schülerinnen und Schüler eine virtuelle Erkundungsreise in 3D durch ein M+E-Unternehmen machen. Dabei helfen sie auch mit, ein Auto zu produzieren.

Der neue Infotruck bietet Platz für eine ganze Klasse und ermöglicht es den Lehrkräften, die Klasse bei ihrem Besuch zu begleiten. Mit den zwei Etagen hat das Beraterteam des Trucks zudem die Möglichkeit, die praktischen und theoretischen Inhalte besser zu trennen. (Fotos auf www.nordmetall.de/infotruck-bilder sowie Image-Video unter www.nordmetall.de/infotruck-film)

Durchstarten in MV auf der Messe vor Ort

Das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern werben im Rahmen der Fachkräftekampagne "Durchstarten in MV" (www.durchstarten-in-mv.de) auf der jobfactory. "Wir werben intensiv für eine Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Die vielfältig vorhandenen beruflichen Perspektiven werden wir gemeinsam noch besser bekannt machen. Auf der Messe können diese den Jugendlichen für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden", betonte Glawe. Vor Ort sind Promoter unterwegs, die in auffälligen Kostümen mit einem großen roten "Durchstarten in MV-Ballon" ausgestattet sind. Sie zeigen mit Flyern, Informationsmaterialien und mit einem Tablet-PC Ausbildungsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern auf. Aktuell präsentieren sich auf der Internetseite www.durchstarten-in-mv.de 1.272 Unternehmen mit 2.945 Ausbildungsmöglichkeiten in 298 Berufen im Azubi-Atlas. Der Eintrag von Ausbildungsmöglichkeiten ist für Unternehmen kostenlos.

Handwerk auf Messe präsent

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) ist gemeinsam mit regionalen Innungen und Handwerksbetrieben mit einem breiten Programm auf der jobfactory am 18. und 19. September dabei. Vom Tischler- bis zum Friseur-, Segelmacher- oder Dachdeckerhandwerk haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Fertigkeiten unter fachlicher Anleitung zu testen und sich von den Ausbildungsberatern der HWK zu allen Fragen der Ausbildung wie Berufsprofilen, schulischen Anforderungen, freien Lehrstellen etc. informieren und beraten zu lassen.

Ein buntes Bühnenprogramm rundet am Tag des Handwerks am 19. September das Angebot der HWK auf der Berufsmesse ab. Hier stellen sich der TOP Azubi 2014 mit dem youtube "- Highlight "Abklatschen", Gesellen auf der Walz und potenzielle Ausbildungsbetriebe des Handwerks vor. Regionale Betriebe werden an diesem Tag symbolisch den Stafettenstab an den Betriebsnachfolger übergeben, so dass auch Gymnasiasten oder Studienabbrechern die Karrieremöglichkeiten im Handwerk präsentiert werden. Rund 2000 Handwerksbetriebe stehen im Bereich der HWK in den nächsten fünf Jahren vor dem Generationswechsel. www.hwk-omv.de

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Wirtschaft | Fr., 18.09.2015 - 09:17 Uhr | Seitenaufrufe: 41
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