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Hauptbauzeit am Nordkreuz hat begonnen

Bau am ÖPNV-Verknüpfungspunkt in Warnemünde geht voran

Rostock-Warnemünde • Ein Jahr nach dem ersten Spatenstich hat sich viel am Nordkreuz getan: Auf dem ca. 6 ha großen Baufeld wird nach dem Winter überall gleichzeitig gebaut.
An jeder einzelnen Baustelle auf dem riesigen Baufeld, bestehend aus den Einzelprojekten Straßenbrücke und Fußgängertunnel, der Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofes Warnemünde Werft, der Errichtung des Sturmflutschutzes an der Werftallee und dem Bau des neuen ÖPNV-Verknüpfungspunktes,  wird intensiv gearbeitet. Im Gesamtprojekt ÖPNV-Verknüpfungspunkt laufen beim Maßnahmeträger RSAG alle Koordinierungsfäden  für die in sieben Teillose gegliederte Gesamtmaßnahme zusammen.

Erste Fertigstellungen noch vor dem letzten Winter
Noch vor dem Winter konnten bereits wichtige Teile des Gesamtvorhabens abgeschlossen werden. Seit dem 1.11.2010 ist das Teilstück der Werftallee zwischen Groß Klein und Haupteingang Nordic Yards wieder für den Straßenverkehr frei.  Auf nunmehr 3,25 m Höhe über dem Meeresspiegel  sind zwei Fahrbahnen und ein kombinierter Geh– und Radweg fertig gestellt worden. Der Flutschutz ist durch eine Spundwand im südlichen Bereich durch das STALUMM in Richtung Groß Klein verlängert worden.

Weiterer Ausbau der Werftallee und der Haltestellen für Busse

Derzeit wird die Werftallee bis zum nördlichen Bauende auf Höhe des Kreuzfahrtliegeplatzes für den Ausbau zum Sturmflutschutzdeich vorbereitet. Für die notwendige Höhe wird dazu in den nächsten Monaten entlang der Liegeplätze 8 und 9 eine Stützwand aus Beton errichtet. Im Herbst wird hier dann die neue Werftallee aufgebaut.
Der Straßenverkehr zwischen altem Bahnübergang und Mittelmole wird auch während der Bauarbeiten aufrecht erhalten.

Zeitgleich wird auf dem Liegeplatz 8 durch die HERO eine Pumpstation gebaut. Diese sichert den Anschluss der HERO-Anlagen an die Grauwasserleitung, die beim Ausbau der Werftallee im Auftrage der HERO mit verlegt wird. Künftig führt diese Leitung das Schmutzwasser von den Kreuzlinern in das städtische Abwassernetz ab. Da die  Pumpstation direkt an der Betonstützwand steht, sind eng koordinierte Bauabläufe zwischen den Bauvorhaben Nordkreuz und HERO notwendig.

Der Ausbau der Bushaltestellen  und der Anlagen zum Verknüpfungspunkt an der Lortzingstraße erfolgt ab Herbst 2011. Im März 2012 soll  fristgerecht der Betrieb am Umsteigepunkt aufgenommen werden.

Rückbau der Fußgängerbrücke beginnt Ende März

Der östliche Teil der Brücke, ein Segment von  22  m  Länge, und die 19 Meter lange  Treppe zur Werftallee werden Ende März 2011 zurückgebaut. Der Hauptteil der Brücke wird noch einige Monate stehen bleiben als fußläufige Verbindung zwischen  Lortzingstraße und Werftallee.
Die Treppe zum ehemaligen Mittelbahnsteig dient dann als östlicher Brückenabgang. Über eine provisorische Wegeführung erreichen die Fußgänger von der Treppe aus die Werftallee.

Fünf Meter hohe Mittelstützen sind Vorboten der künftigen Straßenbrücke
In den letzten Monaten wurden zwischen Stadtautobahn und Bahnanlagen planmäßig ca. 900 Rüttelstopfsäulen in den Boden eingebracht. Darauf werden in den nächsten Wochen die westliche und östliche Rampe, auf der die Fahrzeuge später zur Brücke fahren, aufgeschüttet.
Die drei Mittelstützen für die Brücke, mit ihren fünf Metern Höhe gut sichtbar,  sind nahezu fertig betoniert. Östlich und westlich der Bahnanlagen werden die Widerlager und Stützen bis April gebaut. Ab Mai sollen darauf die Brückenträger aufgelegt werden. Es folgen der Bau der Straße, des Fuß – und des Radweges auf der Brücke.
Die Inbetriebnahme ist für November 2011 geplant.

Ab Mai rollen wieder Züge zur Nordic Yards
Die Nordic Yards erhalten bis April ein neues Anschlussgleis, so dass ab Mai 2011 wieder Züge in die Werft rollen können.
Bis zum Herbst verkehren die S-Bahnen in beiden Fahrtrichtungen weiterhin über nur ein Gleis. Das andere Gleis in Richtung Warnemünde sowie die neue Fahrleitungs- und Leit-/Signaltechnik sowie der S-Bahnsteig an der Werftallee werden bis November 2011 fertig gestellt.

Außenhülle des Fußgängertunnels ist fertig
Die Bohrpfahlwand für die Außenwände des Tunnels sowie für die Treppen/Rampen ist fertig gestellt.
Damit der Bahnbetrieb während der gesamten Bauzeit nicht unterbrochen werden muss, wird der Tunnel zeitgleich in verschiedenen Etappen ausgebaut. Die Tunnelseite zur Lortzingstraße ist bereits bis zur Bodensohle ausgehoben. Hier erfolgt in den nächsten Wochen der Aufbau des Tunnelfußbodens und der Tunnelwände.
Das Gleis, über das gegenwärtig die S-Bahnen rollen, führt im Tunnelbereich über eine provisorische Gleisbrücke. Darunter wird der Tunnel gebaut. Nach Fertigstellung des Tunnels wird diese Gleisbrücke durch ein endgültiges Gleis im Schotterbett ersetzt.
In der Tunnelhälfte  auf der Seite Werftallee wird derzeit der Boden soweit ausgehoben, dass in Kürze mit Stahlträgern eine Aussteifung der Tunnelgrube als Baubehelf erfolgen kann. Dadurch können die Arbeiten an der Bodenplatte in 5 m Tiefe, an Wänden und Decken sicher erfolgen.
Der Tunnel soll im Herbst 2011 übergeben werden.

Versorgungsleitungen
Zusätzlich zu den bisher geplanten Baumaßnahmen wird die EURAWASSER das angrenzende neue Wohn- und Gewerbegebiet auf dem Areal der ehemaligen Gartenanlage mit den notwendigen Leitungen für Regen-, Frisch- und Abwasser erschließen. Unter anderem werden dazu Rohrleitungen unter der Kreuzung B103/Richard-Wagner-Str/Lortzingstraße und unter den Bahnanlagen verlegt. Die Planungen für diese Arbeiten, für die unter anderem mehrere große, bis zu 5 m tiefe Baugruben notwendig sind, laufen auf Hochtouren.

Fertigstellung des Nordkreuzes zum Beginn der Kreuzfahrtsaison 2012 geplant
Der Gesamtkomplex wird im Frühjahr 2012 fertig sein. Dann überspannt die  Straßenbrücke die Bahngleise und sichert freie, schrankenlose Fahrt für Autos und Radfahrer, z.B. zum Passagierkai, der Mittelmole oder nach Groß Klein. Der Bahnübergang in der Alten Bahnhofstraße wird geschlossen. Der S-Bahnhof Warnemünde Werft ist ebenfalls fertig und der Bahnsteig Richtung Rostock rückt an die künftige Wendeschleife für Busse heran. Hier halten dann die Busse der RSAG-Linien 36, 37, F1 und des Regionalverkehrs. Ein Fußgängertunnel ersetzt die alte Fußgängerbrücke, er verbindet die Werftallee mit den Bahnsteigen und der neuen Umsteigeanlage. Hier befinden sich außerdem ein Taxistand, P+R-Plätze, eine Fahrradabstellanlage und öffentliche Toiletten. Die Werftallee zwischen Groß Klein und Passagierkai Warnemünde ist bereits fertig zu einem Sturmflutschutz ausgebaut.

Partner arbeiten Hand in Hand
Die beteiligten Partner sind der Bund, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Deutsche Bahn AG, das STALUMM und die Hansestadt Rostock. Die Rostocker Straßenbahn AG wurde von der Hansestadt Rostock mit der Umsetzung als Maßnahmeträger beauftragt. Insgesamt werden ca. 22 Mio. Euro in den zwei Jahren Bauzeit in diesen neuen Verkehrsknoten investiert, davon bisher etwa 8,3 Mio Euro. Bund und Land fördern die Maßnahme mit über 10 Mio.  Euro. Die DB AG investiert 6,5 Mio. Euro. Die Hansestadt Rostock beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 2,64 Mio. Euro, der Anteil des STALUMM beträgt 2,66 Mio. Euro. Der Anteil weiterer Beteiligter beträgt ca. 260.000 Euro.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: | Do., 01.01.1970 - 01:00 Uhr | Seitenaufrufe: 0
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