HanseMesse wird weitere Notunterkunft / News / Seestadt Rostock
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HanseMesse wird weitere Notunterkunft

Unterstützung für Geflüchtete weiterhin notwendig

Rostock-Schmarl (HRPS) • Hunderte Geflüchtete passierten in den vergangenen Tagen auf ihrem Weg nach Skandinavien die Hansestadt Rostock. "Während wir am Dienstag Abend noch eine Vorankündigung aus dem Innenministerium erhielten, so hat sich dabei mittlerweile auch in Rostock eine enorme Dynamik entwickelt", so Senator Steffen Bockhahn. "Als Stadtverwaltung haben wir im Zusammenwirken mit zahlreichen Partnern Notunterkünfte provisorisch eingerichtet und Betreuungspunkte installiert. Ohne die aufopferungsvolle und selbstlose Unterstützung vieler Rostockerinnen und Rostocker in den vergangenen Stunden und Tagen wäre es jedoch nicht möglich gewesen, den Geflüchteten so umfassende Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen."

Oberbürgermeister Roland Methling hebt hervor: "Viele Menschen leisten ungefragt Hilfe, sammeln Sach- und Geldspenden, übersetzen oder sind einfach nur da, wenn sie gebraucht werden. Ihnen allen, die sich derzeit ehren- und hauptamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren, gebührt herzlicher Dank und großer Respekt! Wir sind auch künftig auf dieses Engagement angewiesen, damit die Menschen, die die Angst um ihr Leben und große Not zu uns geführt haben, wieder eine Perspektive für ihr Leben entwickeln können."

Das am Dienstagabend notdürftig als Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 80 Personen hergerichtete Gebäude der ehemaligen Hanseatischen Weiterbildungsgesellschaft in Marienehe wurde mittlerweile auf 267 Plätze aufgestockt. Darüber hinaus wurden Zelte am Fährterminal im Überseehafen aufgestellt und Transfers abgesichert. Weitere Notunterkünfte wurden vorbereitet, um bei Bedarf kurzfristig genutzt werden zu können. So wird noch heute auch die HanseMesse als Übernachtungsmöglichkeit hergerichtet. "Für die Stadtverwaltung hat die Zurverfügungstellung von Übernachtungsmöglichkeiten sowie die Absicherung der Verpflegung und der Betreuung medizinischer Notfälle oberste Priorität", unterstreicht Senator Dr. Chris Müller. "Jede und jeder Geflüchtete, die oder der in Deutschland Asyl beantragen wollen, ist bei uns herzlich willkommen!"

Zu der für die Verwaltung nicht vorhersehbaren Zahl von Geflüchteten mit dem Ziel Skandinavien kommen die vom Land zugewiesenen Geflüchteten aus der zentralen Aufnahmestelle. "Auch hier versuchen wir, auf die sehr kurzfristigen Ankündigungen so gut wie möglich zu reagieren", so Senator Steffen Bockhahn. Weitere Herausforderungen bringt die vom Land Mecklenburg-Vorpommern beabsichtigte umgehende Einrichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung in Rostock mit sich. "Mit Hochdruck werden derzeit Liegenschaften geprüft und Ausstattungen organisiert", erläutert Senator Dr. Chris Müller.

Der Verwaltungsstab der Hansestadt Rostock unter Leitung der Senatoren Steffen Bockhahn und Dr. Chris Müller hat die Abstimmung sämtlicher Maßnahmen der Stadtverwaltung und ihrer Partner untereinander übernommen. Im Brandschutz- und Rettungsamt eine Koordinierungsstelle gebildet, die rund um die Uhr im Einsatz ist. "Auch in den kommenden Tagen erwarten wir Hunderte Geflüchtete in Rostock. Bitte unterstützen Sie die Initiative "Rostock hilft" oder bieten Ihre Mithilfe bei den vielen Integrationsangeboten an", so der Appell der Verwaltungsführung an alle Rostockerinnen und Rostocker.

Linktipps:
Initiative "Rostock hilft": https://www.facebook.com/hrohilft

Fragebogen für Willkommenslotsen: http://rathaus.rostock.de/sixcms/media.php/1068/Fragebogen%20Willkommenslotse.pdf

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Sa., 17.01.1970 - 17:35 Uhr | Seitenaufrufe: 194
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