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Branchentreffen der Gesundheitswirtschaft in Rostock
Glawe: Gesundheitswirtschaft im Land weiter ausbauen – BioCon Valley ist Innovationstreiber
Rostock-Warnemünde • In Rostock fand die Jahresveranstaltung der BioCon Valley®-Initiative mit rund 120 Akteuren aus der Branche der Gesundheitswirtschaft statt. "Die Gesundheitswirtschaft ist eine starke Zukunftsbranche und ein Wachstumsmotor der wirtschaftlichen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. BioCon Valley ist ein Innovationstreiber der Branche. Die Initiative begleitet den Prozess und steht für den Aufbau und die Weiterentwicklung der Zukunftsbranche. In enger Zusam­men­arbeit sorgen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Land dafür, dass die Wertschöpfungs- und Beschäftigungs­potentiale für Mecklenburg-Vorpommern in diesem Bereich bestmöglich genutzt werden", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. Die BioCon Valley®-Initiative wird getragen durch den BioCon Valley M-V e.V. sowie die BioCon Valley® GmbH.

Chance durch Internationalisierung nutzen

Besondere Chancen sieht Wirtschaftsminister Glawe in der Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft. "Wir haben das Potential diesen Bereich weiter auszubauen. Hier bestehen erhebliche Exportchancen für heimische Unter­nehmen. Wir müssen noch mehr zeigen, was wir in Mecklenburg-Vorpommern leisten können, worauf wir uns spezialisiert haben. Dies wird zu einer Nachfrage nach unseren Dienstleistungen auch im Ausland führen", so Glawe weiter. Der Bruttowertschöpfungsanteil der Gesundheits­wirtschaft an der Gesamtwirtschaft liegt bei rund 13,7 Prozent (Quelle Wifor GmbH).

Zweiten Gesundheitsmarkt weiterentwickeln

Die Gesundheitswirtschaft umfasst neben dem sogenannten ersten Gesundheitsmarkt auch den Bereich der Vorleistungs- und Zulieferindustrie für privat finanzierte Produkte und Dienstleistungen rund um die Gesundheit. Dazu zählen unter anderem Medizintechnik, Biotechnologie, Gesundheitshand­werk und der medizinische Handel. "In den kommenden Jahren stehen wir vor großen Herausforderungen. So wird der demografische Wandel im Zusammenhang mit einem gewachsenen Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung zwar zu einer steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienst­leistungen führen, auf der anderen Seite aber auch die Fachkräfteproblematik weiter in den Fokus rücken", betonte Glawe. "Die Themenbereiche Gesundheitstourismus, gesunde Ernährung und gesundes Altern sind zukünftig entscheidende Gestaltungsfelder der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Mehr als 100.000 Beschäftigte in Branche

Mehr als 100.000 Beschäftigte verzeichnet die Gesund­heitsbranche derzeit in Mecklenburg-Vorpommern, das ist etwa jeder siebte Beschäftigte im Land. "Mit der BioCon Valley-Initiative haben wir für unser Land einen engagierten Partner an unserer Seite, der Initiator zahlreicher gesund­heitswirtschaftlicher Projekte ist. Mehr als 160 Mitglieder aus Wirtschaft, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kliniken und Tourismus engagieren sich in der Initiative "- das ist ein starker Verbund. Das Wirtschaftsministerium wird die Umsetzung zukunftsorientierter Projekte weiter unterstützen", sagte Glawe.

Wirtschaftsminister unterstützt Branche

Im Januar 2015 wurde der Ideenwettbewerb Gesundheits­wirtschaft unter dem Motto "Förderung von innovativen Projekten zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern" durch das Wirtschaftsministerium ausgelobt. Hierfür stehen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die eingereichten Ideen werden derzeit ausgewertet.

Wirtschaftsminister Glawe forderte Unternehmen und Hoch­schulen auf, die Möglichkeiten der Unterstützung auch im Technologiebereich intensiv zu nutzen. "Die für mittel­ständische Unternehmen besonders interessante Förderung von Forschungs- und Innovationsvorhaben sowie von Verbundprojekten von Unternehmen und Hochschulen wird in der neuen Förderperiode weitergeführt. Die Bereiche ´Gesundheit´ und ´Ernährung´ gehören zu den sechs Zukunftsfeldern, auf die die wirtschaftsnahe Förderung von Forschung und Entwicklung ausgerichtet ist", so Glawe abschließend. Von 2014 bis 2020 werden dafür EFRE-Mittel in Höhe von 168 Millionen Euro eingesetzt.
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Wirtschaft | Mi., 15.04.2015 13:46 Uhr | Seitenaufrufe: 48
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