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Wirtschaftsminister Harry Glawe im Gespräch mit dem Teamleiter Achsstraße Paul Gebert (Foto: Norbert Fellechner)
Wirtschaftsminister Harry Glawe im Gespräch mit dem Teamleiter Achsstraße Paul Gebert (Foto: Norbert Fellechner)
Besuch bei Oberaigner in Laage
Glawe: Erfolgreiche Entwicklung durch Nischenproduktion – MV ist Automobilzulieferregion – Forschung und Entwicklung ausbauen
Rostock/Laage • Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag den Spezialfahrzeughersteller Oberaigner in Laage bei Rostock besucht. "Das Unternehmen ist insbesondere auf Nischenprodukte spezialisiert und hat sich damit vor allem auch überregional einen Namen gemacht. Oberaigner ist heute ein bedeutender Arbeitgeber in der Region", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. Aktuell sind 50 Mitarbeiter vor Ort beschäftigt, davon sind vier Ausbildungsplätze. Die im Oktober 2010 in Laage gegründete Oberaigner Automotive GmbH hat eine Betriebsstätte zur Montage und Umrüstung von Allrad-Antrieben für Transporter verschiedener Hersteller errichtet, die 2012 in Betrieb gegangen ist.

MV ist Automobilzulieferregion - Zulieferbranche in MV ist stabil

Mittlerweile arbeiten ca. 5.000 Menschen in der Automobilzulieferbranche. Sie erwirtschaften in ca. 100 Betrieben einen jährlichen Umsatz von ca. 1,5 Milliarden Euro. "Die Automobilzulieferbranche ist volkswirtschaftlich außerordentlich wichtig, da sie in unserem Bundesland stabiles Wachstum, technologische Innovationen und hochwertige Beschäftigung schafft", betonte Glawe. "Unser Land hat sich zu einer Automobilzulieferregion entwickelt. Dieser Erfolg ist in erster Linie einer Reihe von Systemproduzenten und Zulieferern zu verdanken, die sich als zuverlässiger Partner der Automobilwirtschaft etabliert haben und sich heute erfolgreich im globalen Wettbewerb behaupten".

Im Land ansässige Unternehmen sind beispielsweise neben Oberaigner auch die Webasto Neubrandenburg GmbH in Neubrandenburg, die TRW Airbag Systems GmbH in Laage, sowie die Flamm Precomp GmbH & Co. KG in Laage. Mecklenburg-Vorpommern steht dabei für moderne Fahrzeugklimatisierung und -heizung, für zuverlässigen Insassenschutz, für die Fertigung hydraulischer Präzisionskomponenten und moderner Fahrzeuginformationssysteme, für innovative Leichtmetallumformung "- und auch für die Montage von robusten allradgetriebenen Nutzfahrzeugen.

Aktivitäten in Forschung und Entwicklung ausbauen

Der Minister regte an, die Aktivitäten in Forschung und Entwicklung in der Branche weiter auszubauen. "Wir bieten im Rahmen der Verbundforschung, also Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen, entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten, Projekte mit wissenschaftlichen Partnern zu unterstützen, um im Ergebnis zu mehr marktfähigen Produkten zu kommen. Langfristig wird dies die Wettbewerbsfähigkeit der Branche festigen, die Wertschöpfung erhöhen sowie zusätzliche hochwertige und wissensbasierte Arbeitsplätze im Land schaffen", sagte Glawe weiter. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern stehen in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 Mittel in Höhe von insgesamt 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Zum Unternehmen Oberaigner

Die im Jahre 1977 in Österreich gegründete Oberaigner-Unternehmensgruppe ist einer der führenden Spezialisten in der Entwicklung und Produktion von Automobil-Systemkomponenten. Das Leistungsangebot umfasst komplette Antriebsachsen/Antriebskomponenten, Differenzialsperren und Getriebe. Neben der Fertigung von Komponenten für die Fahrzeugindustrie werden auch Fahrzeuge montiert bzw. Umrüstungen vorgenommen. Das Unternehmen ist insbesondere auf Nischenprodukte spezialisiert. Als Partner der Daimler AG hat die Wilhelm Oberaigner GmbH den Allradantrieb für die Modelle Vito/Viano und Sprinter 4x4 entwickelt. 2009 startete die Firma mit dem Oberaigner 6x6 auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter. Hierbei handelt es sich um eine Eigenentwicklung des Unternehmens.
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Wirtschaft | Di., 21.07.2015 09:51 Uhr | Seitenaufrufe: 208
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