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Hesse: Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben setzt Gleichstellung voraus

Rostock-Warnemünde (MAGS) • Gleichstellungsministerin Birgit Hesse hat am Montag auf der Bundeskonferenz der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Rostock auf die Notwendigkeit der Gleichstellung von Männern und Frauen hingewiesen. "Wer eine moderne Gesellschaft und eine moderne Gesellschaftspolitik will, der kommt um das Thema Gleichstellung nicht herum und der kommt um die Gleichstellungsbeauftragten nicht herum", sagte Hesse vor rund 370 aus ganz Deutschland angereisten kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

Gleichzeitig machte die Ministerin deutlich, dass sowohl Gleichstellung als auch die bessere Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben Schwerpunkte der Landesregierung sind. Das zeige sich auch in der aktuellen Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF). "Wir fördern aus ESF-Mitteln verstärkt Projekte, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, es vorantreiben, es in die Öffentlichkeit tragen. Bis 2020 stehen dafür 13 Millionen Euro zur Verfügung", so Hesse.

Eine bessere Vereinbarkeit zwischen verschiedenen Lebensbereichen setzt nach Ansicht der Ministerin die Gleichstellung voraus. Dies könne nicht allein durch Gesetze und Verordnungen geschehen. Sie könnten zwar helfen, entscheidend sei jedoch die Einstellung jedes Einzelnen. "Es muss klar sein: Vereinbarkeit geht alle an - Männer und Frauen, Arbeitgeber und Beschäftigte, Jung und Alt", sagte Hesse. "Und von Vereinbarkeit profitieren alle. Wer es seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, ihre Arbeitszeiten mit ihren verschiedenen Lebensphasen in Einklang zu bringen, der wird zufriedene und motivierte Beschäftigte haben und diese auch längerfristig binden können."

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Politik | Sa., 17.01.1970 - 17:27 Uhr | Seitenaufrufe: 115
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