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10.000 Meldungen bei Klarschiff.HRO
Portal zur Bürgerbeteiligung wird rege genutzt
Rostock • Die bisher 10.000. Meldung ist vor einigen Tagen auf dem Internetportal Klarschiff.HRO eingegangen, mit dem die Stadtverwaltung dazu ermuntert, Hinweise, Beschwerden und Anregungen auf kurzem Wege zu übermitteln.
Während die Rostockerinnen und Rostocker früher ausschließlich telefonisch, per Brief, E-Mail oder durch einen Besuch in einem Ortsamt auf Probleme im öffentlichen Raum hinweisen konnten, besteht seit 28. März 2012 unter der Internetadresse www.klarschiff-hro.de auch die Möglichkeit, dies bequem online per Computer oder über das Smartphone zu erledigen.

Dieser innovative Ansatz hat für alle Beteiligten seine Vorteile, wie Projektleiter Dr. Detlef Neitz vom Kataster-, Vermessungs- und Liegenschaftsamt erläutert: "Für die Kunden entfällt die umständliche Suche nach dem richtigen Ansprechpartner in der Verwaltung. Die zuständigen Fachabteilungen erhalten alle notwendigen Informationen in strukturierter Form, so dass die Meldungen mit wenigen Mausklicks gesichtet und gegebenenfalls an einen Kooperationspartner weitergeleitet werden können".
Das Portal spart aber auch bares Geld bei der Verwaltung. Mit der schnellen Reaktion auf die Meldungen können Folgeschäden vermieden und Ortsbesichtigungen vielfach entfallen. Natürlich müssen größere Schäden noch vor Ort begutachtet werden, damit die Fachleute einschätzen können, welche Arbeiten notwendig sind. Bei einem überfüllten Papierkorb oder einem verdrehten Schild kann allerdings ohne weiteres direkt mit der Behebung des Problems begonnen werden.

Das Portal wird insbesondere bei Hinweisen und Anregungen rund um das Thema Abfall genutzt. So gab es von den Einwohnerinnen und Einwohnern insgesamt 1.940 Einträge zu Sperr- und Hausmüll, 542 Hinweise auf bauliche Gefahrenstellen und 477 Anmerkungen zur Gehwegreinigung.
Darüber hinaus waren die Grünpflege, überfüllte Recycling-Container, Elektroschrott, dauerhaften Falschparken sowie defekte Straßenbeleuchtung und fehlende Markierungen Themen der Meldungen.
Aber auch der Kommunale Ordnungsdienst dokumentiert seine Kontrolltätigkeit mit Hilfe des Portals. So kann man schnell erkennen, ob ein Problem in der Verwaltung schon bekannt ist und bearbeitet wird.

Klarschiff.HRO ist jedoch nicht nur zum "Meckern" da, sondern auch dafür Ideen einbringen. Diese wurde schon 450 Mal genutzt, und auch mit Erfolg: So wurde nach Hinweisen über das Portal eine Unfallgefahrenstelle am Doberaner Platz entschärft. Auch, dass die S-Bahnen in Richtung Warnemünde am Haltepunkt Parkstraße nun näher am Bahnsteigzugang halten, ist einem Hinweis auf Klarschiff.HRO zu verdanken.

Die Fachämter der Stadtverwaltung haben sich auf das neue Medium eingestellt. Das zeigen die grünen Häkchen, die viele Meldungen zieren und den Vorgang damit als "erledigt" verbuchen. Für ein Drittel der Hinweise gilt das innerhalb einer Woche. Komplexere Fälle brauchen etwas mehr Zeit. So muss Sperrmüll muss bis zur nächsten geplanten Tour warten und die Entfernung von privaten Fahrzeugwracks kann wegen einzuhaltender Fristen durchaus mehrere Monate dauern.

"Öfter mal ein Foto und bisweilen eine genauere Beschreibung zu den Meldungen, das wäre schon schön", wünscht sich Dr. Detlef Neitz. In den kommenden Monaten steht die Nutzerfreundlichkeit des Portals im Fokus seiner Arbeit. Durch eine offene Schnittstelle soll die Nutzung der Daten durch Apps möglich werden. Das Kataster-, Vermessungs- und Liegenschaftsamt sieht sich selbst innerhalb des Projektes eher als Vermittler, denn "die eigentliche Arbeit", so Dr. Detlef Neitz, "erledigen die Fachabteilungen und der Erfolg des Portals ist letztlich den Rostockerinnen und Rostockern zu verdanken."

Das Portal Klarschiff.HRO wurde durch das Kataster-, Ver messungs- und Liegenschaftsamt der Hansestadt Rostock seit 2009 entwickelt und durch die Europäische Union und das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.
Seither wird es kontinuierlich mit allen Beteiligten weiterentwickelt und steht als Open-Source-Software jeder Kommune zur kostenlosen eigenen Nutzung bereit.
Ulrich Kunze
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Stadtentwicklung | Mo., 22.09.2014 14:56 Uhr | Seitenaufrufe: 28
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