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Piranhas holen erste Punkte

Endrunde-Oberliga Gruppe A 2011 - 2. Spieltag: Rostock Piranhas - Wild Boys Chemnitz 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.

Rostock - Hansaviertel (rec) • Leider verfolgten am Sonntagabend nur ganze 888 zahlende Zuschauer ein Spiel der Zwischenrunde, welches an Spannung kaum zu überbieten war. Schade, die Mannschaft der Rostocker Raubfische hätte es verdient gehabt, vor einer größeren Kulisse zu spielen!

Vor der Begegnung musste das Rostocker Trainerteam wieder einmal die Reihen umstellen.
Zu den bisherigen Langzeitverletzten ( Stramkowski, Blaha, Brümmer ) gesellten sich noch zusätzlich Frank Hanske ( Krank ) und Vitalij Blank . Letzterer wurde in Essen mit einem Bandencheck niedergestkt und konnte trotz intensiver ärztlicher Betreuung nicht auflaufen. Die Rostocker Verantwortlichen hoffen aber, das er am nächsten Wochenende wieder einsatzfähig ist.

Die einheimischen Raubfische legten sich gleich zu Beginn mächtig ins Zeug und belagerten das von Roman Kondelik gehütete Gästetor. Durch den Aderlass an Spielern, mussten die Rostocker im schnellen Rhythmus wechseln und genau solch ein Wechsel brachte schon in der 2. Spielminute die erste Führung.
Von der Bank kommend übernahm Petr Sulcik einen langen Pass und mit vollem Tempo ging ins gegnerische Drittel. Die Abwehrreihe der Gäste hnete wohl mit einem Querpass, doch der wieselflinke Stürmer setzte ansatzlos einen Kracher ins lange obere Eck. Keine Chance für den guten Gästetorhüter.
Von diesem Rückstand angestachelt, übernahmen die Gäste nach und nach das Spielgeschehen. Immer wieder kamen sie jetzt sehr gefährlich vor das Tor von Tobias John, doch noch behielt der Rostocker Keeper seinen Kasten sauber. Die Rostocker Raubfische setzten jetzt vermehrt auf Konter, doch etwas zählbares kam nicht dabei heraus.
In der 9.Spielminute konnten die Gäste ausgleichen und von nun an brannte es teilweise lichterloh vorm Kasten der Ostseestädter. Mit viel Kampfgeist und auch etwas Glück, wurde der Gleichstand bis zum ersten Pausenpfiff gehalten.
Das zweite Drittel wurde von beiden Teams sehr ausgeglichen gestaltet. Beide hatten genug Möglichkeiten um in Führung zu gehen, doch immer wieder scheiterten die Spieler an den Torhütern.
Im letzten Drittel starteten die Rostocker wieder etwas aggressiver und in der 29.Spielminute war es Ronny Schneider, der die Einheimischen wieder in Führung brachte. Über die linke Seite kommend, lies er gleich zwei Verteidiger stehen, indem er sich um seine eigene Achse drehte. Alle hneten jetzt mit einem Querpass auf seinen Mitspieler, doch sehr gekonnt lies er auch noch Roman Kondelik sehr „alt“ aussehen und schob zur abermaligen Führung ein.
Diese Führung währte aber wieder nicht lange, den gerade als die Jüngsten im Rostocker Team für eine kurze Verschnaufpause sorgen sollten, glichen die Gäste abermals aus.
Von nun an wurde es ein sehr kampfbetontes Spiel, welches aber jederzeit fair verlief. Probleme hatte jetzt aber immer mehr das Schiedsrichtergespann, welches auf beiden Trainerbänken für sehr viel Kopfschütteln sorgte. Es waren einige Fehlentscheidungen dabei, doch zum Glück waren beide Mannschaften davon betroffen.
In den letzten zehn Spielminuten machte sich auf Rostocker Seite der Kräfteverschleiß sehr bemerkbar und die Spannung stieg von Minute zu Minute.
Konnte sich Tobias John im Tor der Rostocker Raubfische in der bisherigen Spielzeit gleich mehrfach auszeichnen, wurde er jetzt zum Turm in der Festung. Mit sehr guten Stellungsspiel und großartigen Reflexen sicherte er seiner Mannschaft das Unentschieden und es ging in die Verlängerung.
Hier setzten sich die Piranhas von Beginn an ins gegnerische Drittel fest und als das Rostocker Eigengewächs Rene Wegner nicht wusste wohin mit der kleinen schwarzen Scheibe, setzte er zum Schlagschuss an und traf . Dieser Schuss, noch abgefälscht, wurde so unhaltbar für den Gästetorhüter. Auf dem Eis bildete sich sofort eine Spielertraube, hatten doch die Piranhas somit ihre ersten Punkte auf dem Konto.

Trainer Wolfgang Wünsche: „Ich bin heute sehr Stolz auf die Jungs, denn sie haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Mit solch einen kleinen Kader zu bestehen, ist schon alle Achtung wert.“

Fazit: Wer fast nur mit zwei Blöcken spielt und man den Eindruck hat, das einzelne Spieler fast durchgespielt haben, der hat sich die Punkte redlich verdient! Die Mannschaft hat heute ihr kämpferisch stärkstes Spiel geboten. Die Gäste aus Chemnitz haben sich als sehr starker Gegner vorgestellt und alle Zuschauer konnten sich ein Bild davon machen, warum sie gegen den Staffelfavoriten Dortmund nur knapp verloren haben.


Rostock Piranhas: 31 Tobias John, 51 Patrick Hoffmann - 97 Rene Wegner, 76 Vjatcheslav Koubenski, 98 Marvin Gräser, 29 Robert Busche, 22 Ronny Schneider - 12 Felix Schulz, 18 Normen Dickmanns, 67 Karol Bartanus, 7 Christopher Schimming, 39 Eric Haiduk, 16 Paul Stratmann, 19 Phillip Labuhn, 10 Petr Sulcik; Trainer: Wolfgang Wünsche

Wild Boys Chemnitz: 11 Roman Kondelik - 44 Björn Schenkel, 80 Jörg Pohling, 12 Clemens Kohlstrunk, 9 Michael Frank, 77 Ales Dvorak, 84 David Seidl - 66 Mike Losch, 23 Michal Vymazal, 39 Esbjörn Hofverberg, 4 Toni Uhlig, 15 Torsten Hofmann, 8 Michael Stiegler, 87 Kevin Geier, 72 Tobias Rentzsch - 41 Stephan Quietzsch; Trainer: Manfred Wolf

Tore:
1:0 Petr Sulcik (1:08 / Phillip Labuhn, Christopher Schimming);
1:1 Michael Stiegler (8:25 / Ales Dvorak, Michal Vymazal);

2:1 Ronny Schneider (28:57 / Karol Bartanus, Paul Stratmann);
2:2 Jörg Pohling (37:51 / Tobias Rentzsch);

3:2 Rene Wegner (61:44 / Eric Haiduk)

Schiedsrichter: Jens Steinecke (WSV Brotterode) - Assistenten: Daniel Hedwig (Eissportclub Dresden), Maik Preiß (EHV Schönheide)

Zuschauer: 888

Strafminuten: 10:8

2-Minuten-Strafe: Ronny Schneider, Felix Schulz, Karol Bartanus, Eric Haiduk, Paul Stratmann / Björn Schenkel, David Seidl, David Seidl, Jörg Pohling

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Sport | Fr., 16.01.1970 - 01:58 Uhr | Seitenaufrufe: 745
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