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Einbruchsserie aufgeklärt - zwei Tatverdächtige in Haft

Rostock (PIHR) • In den vergangenen Monaten wurden vor allem im Rostocker Nordwesten etliche Keller und Ferienwohnungen aufgebrochen. Dabei gelangten die Täter in vielen Fällen mit zuvor gestohlenen Originalschlüsseln in die Gebäude. Diese Serie, der mehr als 100 Einbrüche zugeordnet werden, konnte jetzt von der Rostocker Kriminalpolizei aufgeklärt werden. Zwei der fünf ermittelten Tatverdächtigen sind bereits in Haft. Gegen das Quintett, dem neben den vier Männern im Alter von 17 bis 29 Jahren auch eine Frau (19) angehört, wird wegen schweren bandenmäßigen Einbruchsdiebestahl ermittelt.


Bei einem ersten größeren Diebeszug hatte die Bande Mitte September zunächst mehrere Fahrgastschiffe in Warnemünde aufgebrochen. Aus einem Hausmeisterbüro im Ostseebad wurden damals 200 Originalschlüssel für Ferienwohnungen gestohlen. Trotz umgehend eingeleiteter Sicherungsmaßnahmen durch die betroffenen Eigentümer wurden 13 Ferienwohnungen geöffnet, durchsucht und teilweise auch erhelblich verwüstet.


Originalschlüssel wurden auch aus Büros verschiedener Wohnungsgesellschaften entwendet, die von den fünf Rostockern für ihre Diebestour durch die Stadtteile Lichtenhagen, Groß Klein und Warnemünde genutzt wurden. So verschafften sie sich mit den Schlüsseln Zutritt zu den Wohnhäusern und Kellerbereichen, wo dann nur noch die einzelnen Keller aufgebrochen werden mussten. Gestohlen wurde alles, was sich irgendwie weiterverkaufen ließ - vor allem Fahrräder und Werkzeug.


Im Rahmen der sehr aufwendigen kriminalpolizeilichen Maßnahmen konnten jetzt genug Beweismittel und Ermittlungsergebnisse zusammengetragen werden, so dass die Staatsanwaltschaft Rostock zwei Haftbefehle und vier Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht erwirken konnte. Bei den Durchsuchungen wurden der vermeintliche Haupttäter (26) und auch der zweite per Haftbefehl gesuchte Tatverdächtige (29) angetroffen und festgenommen. Beide wurde umgehend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.


Bei den Wohnungsdurchsuchungen wurden etliche Beweismittel, Einbruchswerkzeug und auch jede Menge Diebesgut aufgefunden, u.a. 1000 Originalschlüssel verschiedener Wohnungsgesellschaften, 20 hochwertige Fahrräder und E-Bikes, Uhren, Schmuck, Handys und Laptops und jede Menge Werkzeug. Zusätzlich wurden in der Wohnung des vermeintlichen Haupttäters 1,4 kg Amphetamin, ein Schlagring und eine geladene Schreckschusswaffe aufgefunden. Nach ersten Schätzungen haben die sichergestellten Gegenstände einen Gesamtwert von ca. 30.000 Euro. Das Rauschgift hat einen Straßenverkaufswert von ca. 15.000 Euro.


Die Ermittlungen der Polizei simd aber noch lange nicht abgeschlossen. Viel Arbeit wartet auf die Ermittler, wenn u.a. das sichergestellte Diebesgut dem entsprechenden Ermittlungsverfahren und damit den rechtmäßigen Eigentümern zugeordnet werden muss.

Yvonne Hanske



Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Polizeibericht | Fr., 11.12.2015 - 12:35 Uhr | Seitenaufrufe: 38
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