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400 Gleichstellungsbeauftragte zum Bundeskongress in Rostock-Warnemünde

Rostock (HRPS) • Zum 23. Bundeskongress kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros haben Oberbürgermeister Roland Methling und Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Thielk Gleichstellungsbeauftragte aus dem gesamten Bundesgebiet nach Rostock eingeladen. Rund 400 kommunale Gleichstellungsbeauftragte werden am Kongress teilnehmen. "Ich freue mich über die große Resonanz.
Es zeigt mir, dass frauenpolitische Themen einen wichtigen Stellenwert in der Kommunalpolitik einnehmen", sagte Oberbürgermeister Roland Methling. Die Tagung beginnt mit dem Empfang der Hansestadt Rostock am Sonntag, den 6. September um 18 Uhr im  Rostocker Rathaus und geht am 7. und 8. September im Hotel-Neptun weiter. Unter dem Motto "Gleichstellungspolitik 3.0." sind am Montag und Dienstag Vorträge und Foren zu aktuellen frauen- und gleichstellungspolitischen Fragestellungen geplant. Die Themen reichen von Cybermobbing, dem Prostituiertenschutzgesetz, geschlechtergerechte Arbeitszeiten und der Frage, ob das Gesundheitssystem an Frauen verdient. Erwartet werden zum Kongress die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig sowie die Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse.

"Der Landesfrauenrat MV e.V.  fordert  ein gleichstellungspolitisches Programm, um konkrete Gleichstellungsziele ressortübergreifend und interdisziplinär zu vereinbaren", sagte die Rostocker Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Thielk. "Moderne Gleichstellungspolitik muss in alle Politikbereiche wirken und die Gleichstellung von Frauen und Männern als Querschnittsthema denken und behandeln." Zudem fordern die Frauenpolitikerinnen eine wirksamere Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen,  geschlechterneutrale Bildung von Anfang an, mehr Anstrengungen zu unternehmen, die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben von Frauen und Männern zu verbessern, Gender und Gesundheit stärker in den Blick zu nehmen, Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt, Mobilität in ländlichen Räumen zur Gewährleistung von Gleichstellung zu verbessern, Geschlechtergerechtigkeit im Ehrenamt zu unterstützen und Armut von Frauen und Männern durch Maßnahmen zu bekämpfen. Zudem appellierte Brigitte Thielk an die Landesregierung, Einfluss darauf zu nehmen, dass bei der Neuregelung des Länderfinanzausgleichs nach 2019 geprüft wird, ein System zu schaffen, in dem ein Teil der Abgaben der einzelnen Bundesländer für die Kinderbetreuung als Abzug "vorgeschaltet" werden. "Wir müssen Anreize für die Länder schaffen, mehr in die Kinderbetreuung zu investieren", so die Gleichstellungsbeauftragte.

Der Kongress wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros regelmäßig in unterschiedlichen Städten durchgeführt, zuletzt 2014 in Potsdam. In der Bundesarbeitsgemeinschaft haben sich weibliche, hauptamtliche, kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte zusammengeschlossen, um die Interessen von Frauen auf Bundesebene zu vertreten.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Politik | Sa., 17.01.1970 - 17:19 Uhr | Seitenaufrufe: 191
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