Frühe Chefs kommen später groß raus • Schülerfirmen sind optimales Sprungbrett in die Ausbildung / News / Seestadt Rostock
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Quelle: HRO-News.de | Mi., 07:49 Uhr

Frühe Chefs kommen später groß raus • Schülerfirmen sind optimales Sprungbrett in die Ausbildung

Rostock - Südstadt (mwat) • Das Schülerfirmenprojekt erweist sich als optimales Sprungbrett in die Ausbildung. Bewerber mit einem Schülerfirmen-Zertifikat fanden in den letzten Jahren innerhalb von ca. drei Wochen eine Lehrstelle. "Heute können wir sagen, dass Schülerunternehmen ein bewährtes Modell sind, um Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Risikobereitschaft von Jugendlichen zu fördern und bei jungen Menschen Begeisterung für das Unternehmertum zu entfachen", sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel anlässlich der heute stattfindenden Schülerfirmenmesse in Rostock. Die 7. Landesmesse für Schülerfirmen in Mecklenburg-Vorpommern ist mit über 80 angemeldeten Unternehmen das bundesweit größte Zusammentreffen des schulischen Unternehmernachwuchses.

Mehr als 1.000 Schüler im Land sind in aktuell 142 gegründeten Firmen unternehmerisch tätig. Damit arbeiten an fast jeder 4. Schule junge Unternehmer. Die meisten Schülerfirmen sind an den Regionalen Schulen aktiv (65), gefolgt von den Gymnasien (38), Gesamtschulen (20), Förderschulen (11), Grundschulen (2), Beruflichen Schulen (4) und über einen Verein (2). Die Palette der Geschäftsideen ist sehr vielfältig. Sie reicht von der klassischen Pausenversorgung und dem Catering bis hin zur Produktion und Vermarktung von Honig- und Kräuterprodukten, Pralinen und Schulkleidung. Aber auch so ausgefallene Gründungsideen wie ein Circus, das Töpfern und Digitalisieren von Videos, Stadtführungen oder Puppentheater und eine Trommlergruppe werden erfolgreich betrieben.

Bildungsminister Henry Tesch hob das große  Engagement der Lehrerinnen und Lehrer hervor. Um sie  fachlich auf ihre Aufgaben vorzubereiten, bietet das Schülerfirmenprojekt drei- bis viermal im Jahr spezielle Lehrerfortbildungen an. Von 2005 bis August 2010 haben 224 Lehrkräfte von diesem Bildungsangebot Gebrauch gemacht.  Minister Tesch: "Die erstmalig vergebene Auszeichnung der "Schülerfirmenfreundlichsten Schule" ist auch eine besondere Art der Anerkennung für die Lehrerinnen und Lehrer, die den unternehmerischen Nachwuchs an ihrer Schule zu neuen Ideen motivieren und sie dabei mit vielen Ratschlägen unterstützen. Außerdem entsteht durch diese Form der partnerschaftlichen Zusammenarbeit ein  ganz besonderes Schüler-Lehrer-Verhältnis, das beide Seiten sehr bereichert.  Die gesammelten Erfahrungen lassen sich auch sehr gut in den Unterricht integrieren. Gleichzeitig  können sich die Schülerinnen und Schüler  ausprobieren, ihre Stärken und  Schwächen erkennen und haben damit eine gute Orientierung für ihre spätere Berufswahl."

"Auch wenn der Spaß an der gemeinsamen Arbeit im Vordergrund steht, lernt man in der Schülerfirma alles, was einem das spätere Berufsleben an vielfältigen Kompetenzen abverlangt. Eine der wichtigsten Eigenschaften dabei ist, auf andere Menschen zuzugehen, um seine Ziele zu erreichen, und auch einmal Rückschläge zu verkraften", unterstrich Seidel die Bedeutung des Projektes für die Persönlichkeitsentwicklung der Mädchen und Jungen. "Für die Qualität des Schülerfirmen-Projektes spricht auch, dass die Schüler ihr erarbeitetes Wissen verstärkt an die Schülerfirmen-Nachfolger weitergeben. Das ist praktische Hilfe zur Selbsthilfe."

Das Schülerfirmen-Programm (www.schuelerfirmen-mv.de) ist ein Projekt des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in MV. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Schülerfirmen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).

In der Förderperiode 2007-2013 stehen finanzielle Mittel in Höhe von 3,4 Millionen Euro für die Koordinierung, Beratung und Begleitung der Schülerfirmen zur Verfügung. Projektträger der Maßnahme ist die Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (GSA). Die GSA setzt die Maßnahme mit vier regionalen Beratungsagenturen um, die die Schülerfirmen vor Ort beraten und betreuen.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Bildung | Mi., 06.10.2010 - 18:32 Uhr | Seitenaufrufe: 128
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