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Puppe "Lewis" kommt an das Klinikum Südstadt Rostock
Rostock-Südstadt • "Lewis" gleicht einem winzigen, zu früh geborenen Baby, welches etwa zwölf Wochen früher als geplant zur Welt gekommen ist. Die Körpermaße, Hautfarbe und vor allem seine Zartheit wirken verblüffend echt. Bei der Puppe entsteht der Eindruck, sie würde gleich ihre geschlossenen Augen öffnen und Geräusche von sich geben. Doch "Lewis" ist eine mit viel Detailliebe und Erfahrung nachgebildete Reborn-Puppe, die eindrucksvoll einem frühgeborenen Kind nachempfunden ist.

Der Bundesverband "Das Frühgeborene Kind" e.V., der die Interessen der Frühgeborenen und ihrer Eltern vertritt, hat ein Charity-Projekt aufgelegt, bei dem um Unterstützung für die Bereitstellung von Puppen, die ein Frühgeborenes nachempfinden, gebeten wird. Die Frühchenpuppe "Lewis" wird an Spezial-Kliniken übergeben, um die Eltern von Frühchen  auf ihre besondere Elternrolle vorzubereiten. Für die Übergabe einer Puppe an die Abteilung Neonatologie und neonatologische Intensivmedizin am Klinikum Südstadt Rostock konnte der Bundesverband jetzt einen Sponsor finden. Damit wird ab sofort in der Rostocker Frühgeborenenmedizin das Zeigen und Üben von Handling- und Lagerungspositionen noch anschaulicher.

Die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V., Barbara Grieb, übergibt am Freitag, 18. März 2016, um 14 Uhr die Frühchenpuppe an das Betreuungsteam der Rostocker Frühgeborenenstation im Klinikum Südstadt Rostock.

Das Klinikum Südstadt ist mit seiner Universitätsfrauenklinik eine der größten Geburtskliniken in Norddeutschland. Jährlich werden hier über 3.000 Kinder geboren. In der Neonatologie des Klinikums Südstadt werden jährlich etwa 60 bis 70 Hochrisikofrühgeborene, das sind Frühgeborene mit einem Reifealter von weniger als 32 Schwangerschaftswochen und einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm, betreut. Die Intensivtherapie dieser Kinder ist sehr kosten- und personalaufwendig.
Eine enge Einbeziehung der Eltern in die Behandlung  und Pflege ihres Kindes ist wesentlicher Bestandteil des familienorientierten Betreuungskonzeptes.
In der siebenten Etage des Klinikums ist eine hochmoderne Frühgeborenenintensivstation eingerichtet. Die Ergebnisse der Betreuung durch speziell qualifizierte Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte werden nicht nur an der immer besseren Überlebensrate dieser Kinder, sondern auch an der sich stetig verbessernden Überlebensqualität gemessen.

Die Universitätsfrauenklinik und die Abteilung Neonatologie arbeiten als Perinatalmedizinisches Zentrum in der höchsten Qualitätsstufe (Level 1)  in Mecklenburg-Vorpommern. Im Perinatalzentrum Rostock werden alle Risikoschwangeren, z.B. bei drohender Frühgeburt sowie Frühgeborene und Risikoneugeborene behandelt.
Birger Birkholz
Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Gesundheit & Soziales | Mi., 16.03.2016 16:21 Uhr | Seitenaufrufe: 25
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